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Wirtschaft
12/05/2011

Euro-Bus: 35 Mio. Schilling gewechselt

21.000 Österreicher wechselten im Zuge der Euro-Bus-Tour der Nationalbank heuer knapp 35 Millionen Schilling in Euro.

35 Millionen Schilling wurden heuer aus dem Verkehr gezogen und in Euro gewechselt - im Zuge der Euro-Bus-Tour der Österreichischen Nationalbank (OeNB). Zum insgesamt zehnten Mal führte die Tour durch Österreich und machte zwischen 8. Juli bis 29. September 68 Mal Halt. 21.063 Österreicher nutzten die Chance um die alte in die neue Währung zu tauschen. "Da können wir noch lange fahren", schmunzelt Gerhard Schulz, OeNB-Abteilungsleiter der Banknoten- und Münzenkasse angesichts der noch im Umlauf befindlichen Schilling-Menge. Neun Milliarden Schilling lauern noch unter Matratzen, in alten Smokings oder vergessenen Verstecken im In- und Ausland.

Die höchsten Wechselbeträge verzeichnete Niederösterreich, wo in St. Pölten rund 1,2 Millionen Schilling gewechselt wurden. Im weiteren Bundesländervergleich folgen Oberösterreich und Vorarlberg. Die meisten Wechselkunden pro Stopp zählte man in Vorarlberg. Durchschnittlich kamen 533 Besucher täglich zum Euro-Bus.

458,6 Mio. Schilling wurden seit 2002 direkt im Bus gewechselt. Getauscht wurde 650.000 Mal, im Schnitt waren es 700 Schilling auf einmal. Die eingetauschten Schilling-Banknoten werden geschreddert und dann verbrannt. Die Münzen werden eingeschmolzen und teilweise wiederverwendet. Wer den Bus versäumt hat: Schillinge in Euro zu tauschen ist auch bei allen Kassen der Nationalbank kostenlos möglich.

Weniger Euro-Fälschungen in Österreich

Neben dem Schilling-Euro-Tausch bietet die OeNB auf der Euro-Tour ein eigenes Informationsservice. 27.663 Besucher informierten sich heuer über den Euro im Allgemeinen und dessen Sicherheitsmerkmale im Speziellen. Die einfachen Prüfschritte "Fühlen-Sehen-Kippen" sind bei der Bevölkerung laut OeNB sehr gut verankert.

Ein eigener Schwerpunkt seit dem Jahr 2010 ist ein Sicherheits-Check für Handelsangestellte. 2.432 Beschäftigte ließen sich heuer schulen, woran man Falschgeld erkennen kann. In den Augen der OeNB ist der beste Schutz vor Fälschungen, Blüten gar nicht erst in den Umlauf kommen zu lassen. Das Falschgeldaufkommen ist in Österreich im ersten Halbjahr 2011 um mehr als 46 Prozent zurückgegangen. Österreich bleibt somit eines der Länder mit dem geringsten Fälschungsaufkommen des Euroraums.

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