EU rückt Wirtschaftsprüfern zu Leibe
Den großen Wirtschaftsprüfern droht Ungemach von der EU-Kommission. Ein Gesetzesentwurf von Binnenmarktkommissar Michel Barnier sieht vor, dass die Wirtschaftsprüfer nicht mehr als Berater tätig sein dürfen, schreibt die Financial Times (FT). Das klassische Geschäft mit der Bilanzprüfung stagniert aber seit Jahren. Beratungsleistungen sind dagegen vermehrt gefragt und werfen weitaus höhere Gewinne ab.
Mehr Wettbewerb
Von der Trennung der Aufgaben erhofft sich die
EU-Kommission eine größere Unabhängigkeit der Prüfer. Die vier führenden Unternehmen der Branche,
PwC, KPMG, Ernst & Young und Deloitte, sollen zudem mehr Wettbewerb bekommen.
Die Buchprüfung von Konzernen mit mehr als einer Milliarde Euro Umsatz soll künftig von zwei Unternehmen vorgenommen werden, eines davon dürfe nicht zum Kreis der großen Vier gehören, schreibt die FT. Der Entwurf, der im November vorgestellt werden soll, sieht weiter vor, dass Konzerne spätestens nach neun Jahren den Wirtschaftsprüfer wechseln müssen.
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