Innerhalb der einzelnen EU-Staaten fährt sogar jeder vierte Lkw unbeladen.

© APA/HERBERT PFARRHOFER

Güterverkehr
04/14/2014

EU-Kommission: Ein Fünftel aller Lastwagen ist leer unterwegs

Wird Kabotage-Regel aufgeweicht, könnten Lasten verschiedener Transporteure zusammengelegt werden.

Der zunehmende Lkw-Verkehr in der EU ist nicht nur eine Folge des steigenden Transportvolumens und der Verlagerung von der Schiene auf die Straße. Dass ein Fünftel der Lastwagen leer durch Europa rollt – innerhalb der einzelnen EU-Staaten fährt sogar jeder vierte Lkw unbeladen –, ist auf EU-Regeln für die so genannte Kabotage zurückzuführen.

Damit ist gemeint, dass ein Transportunternehmen Güter in einem anderen Land als seinem Heimatland transportiert. Die Regeln sehen vor, dass ein Frächter nach einem internationalen Auftrag auf der Rückfahrt in sein Heimatland nur drei Aufträge innerhalb von sieben Tagen annehmen darf.

Die EU fordert nun eine Aufhebung bzw. Aufweichung dieser Regeln. Dadurch könnten Lasten verschiedener Transporteure zusammengelegt werden, um die Rückfahrt gleich für einen weiteren Transport zu nutzen. Für die Unternehmen würde es auch billiger, die Kommission schätzt, dass die Kabotage-Beschränkungen 50 Millionen Euro jährlich kosten.

Eine rasche Lösung ist aber nicht in Sicht. Denn Frächter in Ländern mit hohen Löhnen und Preisen bekämen noch mehr Konkurrenz aus "billigen" EU-Staaten.

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