EU: Kein Rettungspaket für Zypern

EU und die Regierung Zyperns sehen keinen akuten Handlungsbedarf - die größte Bank der Insel rechnet hingegen mit einer Flucht unter den Rettungsschirm.
Foto: dpa/Oliver Berg

Zypern werde seine Sparpläne erfüllen, ist die EU zuversichtlich. Die größte Bank Zyperns schätzt, dass das Land unter den Euro-Schirm muss.

Zypern droht der vierte Kandidat für den Euro-Rettungsschirm zu werden. Zwar sehen EU-Kommission und die Regierung des Inselstaates keinen akuten Handlungsbedarf. Die größte Bank des Landes erklärte dagegen am Montag, Zypern stehe kurz vor der Flucht unter den EFSF. Zur Stimulierung des Wirtschaftswachstums in den bereits unterstützten Staaten Griechenland, Portugal und Irland will die EU den Zugriff auf Fördermittel erleichtern.

Die EU-Behörde sei zuversichtlich, dass das Land seine Sparpläne erfüllen werde. Zypern habe sich dazu verpflichtet, in diesem Jahr die Neuverschuldung unter vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken und sie im kommenden Jahr auf 2,5 Prozent zurückzuführen.

Zypern ist wirtschaftlich eng mit dem hoch verschuldeten Griechenland verbunden und erlitt zuletzt durch die Explosion eines Munitionslagers einen schweren Rückschlag. Der Schaden beträgt mehrere Milliarden Euro, zudem ist das einzige Kraftwerk ausgefallen.

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(apa, rts / js) Erstellt am
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