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Reformpaket
05/25/2016

EU-Hilfen verschaffen Athen erneut Atempause

Schuldenstreit. 10,3 Milliarden verhindern Pleite.

Aufatmen in Athen: Die Euro-Finanzminister haben sich nach Marathonverhandlungen darauf geeinigt, Griechenland aus dem 3. Hilfsprogramm 10,3 Milliarden Euro auszuzahlen (siehe Grafik unten). Beschlossen wurde auch ein langfristiges Schuldenabbauprogramm.

Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble und andere Minister brachten den Internationalen Währungsfonds (IWF) in zähen Debatten davon ab, schon jetzt Schuldenerleichterungen im großen Stil verbindlich durchzusetzen. Diese sind nun erst nach Abschluss des Hilfsprogramms im Sommer 2018 zu erwarten. Die Euro-Finanzminister gehen auch davon aus, dass der IWF sich weiterhin am Rettungsprogramm für Griechenland beteiligen werde.

Für 2016 wird in Athen mit einem Schuldenberg von 183 Prozent der Wirtschaftsleistung gerechnet, erlaubt sind höchstens 60 Prozent.

Finanzminister Hans Jörg Schelling zeigte sich erleichtert: "Ich schätze den griechischen Sommer, aber nicht in Brüssel", sagte er und verließ abrupt des EU-Ratsgebäude.

Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos betonte, dass es Griechenland nun möglich sei, "den Teufelskreis aus schrumpfender Wirtschaft und Sparmaßnahmen zu durchbrechen und wieder für Investitionen zu sorgen." Damit sei die Zukunft des Landes gesichert.

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