Klimaschutz
01/21/2015

Die Plage mit den Spritschluckern

Der Boom bei Autos im Geländewagen-Look bremst die Bemühungen der Autobauer, Emissionen zu reduzieren.

Bei sinkenden Spritpreisen ist es Autokäufern nicht mehr ganz so wichtig, wie viel Treibstoff ihr Neuer schluckt. Autos im Geländewagen-Look sind daher so beliebt wie noch nie. In Deutschland schnellte die Nachfrage nach Geländelimousinen (SUVs) und reinen Geländewagen im Vorjahr um 21 bzw. sieben Prozent hoch. Beide Fahrzeugsegmente zusammen machten bereits gut 17 Prozent der Neuwagen-Käufe aus.

Auf der einen Seite freuen sich die Autobauer natürlich über diesen Boom. Auf der anderen Seite stellt er sie aber auch vor ein veritables Problem. Denn damit werden die Bemühungen der Autoindustrie, den CO2-Ausstoß ihrer Flotten zu senken, teilweise ausgebremst.

EU-Vorgaben

Laut EU-Vorgabe dürfen Flotten im Jahr 2021 im Durchschnitt nur noch 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Aktuell liegen die Autobauer noch 40 Prozent über diesem Zielwert. Laut einer Studie des Zentrums für Automanagement aus Bergisch Gladbach sank der CO2-Ausstoß auf dem wichtigsten EU-Automarkt Deutschland im Vorjahr nur noch um 2,6 Prozent auf durchschnittlich 133 Gramm je Kilometer. Das war die geringste Verbesserung seit Jahren. Studienleiter Stefan Bratzel verwies auf die sprunghaft steigende Beliebtheit von SUVs: Die CO2-Verbesserungen, die sich verlangsamt haben, seien in hohem Maße den SUV-Nachfrageverschiebungen geschuldet.

Das CO2-Problem in Zahlen: Die Emissionen im SUV-Segment lagen zuletzt bei 141 Gramm, bei Geländewagen bei 166 Gramm. Das ist deutlich mehr als in der Mittelklasse (128 Gramm) oder in der Oberen Mittelklasse (138 Gramm).

Im Vergleich der Hersteller mit hohen Absätzen zeigt sich, dass Toyota/Lexus aus japan, aber auch Renault/Dacia und Peugeot/Citroen aus Frankreich Flottenwerte von um die 120 Gramm pro Kilometer aufweisen. Ford und VW liegen auch noch recht gut. Opel hat mit 135 Gramm noch einen weiteren Weg vor sich.

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