© REUTERS/HEINZ-PETER BADER

Edelmetall
01/21/2015

Die goldenen 1300 Dollar

Gold ist derzeit wieder gefragt. Laut Experten sind die Aussichten aber matt.

Erstmals seit dem Sommer des Vorjahres kostete am Mittwoch die Feinunze Gold wieder mehr als 1300 US-Dollar. Am Vormittag wurde eine Unze für bis zu 1303,35 Dollar gehandelt. Die höhere Nachfrage hat auch mit der Europäischen Zentralbank (EZB) zu tun. Mit der erwarteten EZB-Geldflut werden die Zinsen tendenziell weiter sinken. Damit schrumpft ein Nachteil des Goldes weiter - es zahlt keine Zinsen.

Die Veranlagungs-Experten von Sal. Oppenheim, einer Tochter der Deutschen Bank, sagen dem Gold trotzdem eine matte Zukunft voraus. Lars Edler, Leiter der Investmentstrategie, sieht den Goldpreis bis zum Jahresende auf 1050 Dollar je Unze sinken. Das wäre im Vergleich zum aktuellen Stand ein Rückgang von fast 20 Prozent. "Wir sind grundsätzlich keine großen Fans von Gold, weil es keine Zinsen bringt und die Volatilität sehr hoch ist", sagt Edler. Er führt zwei weitere Argumente an, die gegen Gold sprechen: Angesichts der niedrigen Teuerungsraten verliere das Edelmetall als Absicherung gegen Inflation an Attraktivität. Zudem mache die Aufwertung des Dollar Gold für Investoren außerhalb der USA teurer.

Mehr Optimismus bringt Edler für Industriemetalle wie Kupfer oder Aluminium auf. Bei diesen könnten die Preise bis Jahresende um rund fünf Prozent anziehen. Seit Jahresbeginn ist der Kupferpreis allerdings um elf Prozent gefallen. "Der jüngste Preisverfall war übertrieben", ist Edler überzeugt.

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