Per IMEI-Sperre sollen die Geräte für Diebe unbrauchbar werden

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Deutschland
08/21/2014

Firmen locken Lehrlinge mit Smartphone und Auto

Personalmangel, da die Zahl der Schulabgänger sinkt. Firmen suchen händeringend nach guten Kandidaten.

Auf dem deutschen Ausbildungsmarkt steigen die Chancen für Jugendliche, während die Firmen händeringend nach guten Kandidaten suchen. Da die Zahl der Schulabgänger sinkt und gleichzeitig immer mehr junge Menschen ein Studium beginnen, spitzt sich die Situation zu, wie der Präsident des Deutschen Industrie-und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, am Donnerstag in Berlin sagte.

"Während für Jugendliche die Chance auf einen Ausbildungsplatz so gut wie nie ist, wird es für Unternehmen immer schwieriger, Bewerber zu finden." Jeder zweite Betrieb habe mit sinkenden Bewerberzahlen zu kämpfen. Im IHK-Bereich blieben 2013 rund 80.000 Lehrstellen offen. "Wir befürchten, dass die Zahl der unbesetzten Plätze in diesem Jahr nicht niedriger sein wird", sagte Schweitzer.

"Goodies für Azubis"

Die Firmen setzen bei der Suche nach Lehrlingen zunehmend soziale Medien ein und versuchen Studienabbrecher anzuwerben. Die jährlich rund 100.000 Studienabbrecher seien vor allem für die IT-Branche, Banken und Versicherungen interessant, sagte Schweitzer. Zudem ködern Firmen Kandidaten mit Ausbildungs- und Weiterbildungsangeboten oder Auslandsaufenthalten. "Manche Betriebe bieten sogar 'Goodies für Azubis' wie etwa ein Smartphone oder einen Dienstwagen", erklärte der DIHK zur Umfrage unter 13.000 Unternehmen.

In Österreich werden momentan Unternehmen für Schnuppertage gesucht, mindestens 180 Betriebe nehmen bereits an der vom Sozialministerium unterstützten Aktion teil - mehr dazu hier.

Mangelnde Sozialkompetenz

Indes beklagen 85 Prozent der heimischen Firmen, dass viele potenzielle Lehrlinge Bildungslücken haben, die sie für die Lehrstelle unbrauchbar machen. Das berichtet die Presse in ihrer Donnerstagausgabe. Hinzu kämen fehlende Sozialkompetenzen und Sprachprobleme. Obwohl im Juli über 40.000 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos waren, fehlen den österreichischen Betrieben 4000 Lehrlinge, heißt es in dem Bericht weiter.

Die Unternehmen seien damit einem doppelten demografischen Druck ausgesetzt, so Martin Gleitsmann von der Wirtschaftskammer. Auf der einen Seite steige die Zahl der Pensionierungen, andererseits gäbe es weniger qualifizierte Berufseinsteiger für die offenen Lehrstellen, so die Presse.

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