Berlin/ ARCHIV: "Praktiker" steht auf Schildern in einem Praktiker Baumarkt in Berlin (Foto vom 18.08.06). Der Baumarktkette Praktiker drohen neue Hindernisse im Ueberlebenskampf: Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe vom 27.08.12) will der US-Finanzinvestor Anchorage die Bedingungen fuer einen 85-Millionen-Euro-Kredit anziehen. Demnach soll bei Vertragsabschluss nur die Haelfte des Betrages ausgezahlt werden. Der Rest solle erst fliessen, wenn Praktiker eine Kapitalerhoehung um 60 Millionen Euro durchgezogen habe. Ein Praktiker-Sprecher war zunaechst nicht zu erreichen. (zu dapd-Text) Foto: Oliver Lang/dapd

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Deutschland
07/10/2013

Baumarktkette Praktiker vor der Pleite

Die Gespräche über eine Liquiditätsspritze von bis zu 35 Millionen Euro sind gescheitert.

Die Baumarktkette Praktiker steht vor der Pleite. Neben dem Insolvenzgrund der Überschuldung sei auch die Zahlungsunfähigkeit der Praktiker AG gegeben, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in Hamburg mit. Bereits zuvor hatte es geheißen, die Gespräche mit Geldgebern über eine kurzfristig nötige Liquiditätsspritze von bis zu 35 Millionen Euro für den Hamburger Konzern seien ergebnislos eingestellt worden,

Der Vorstand habe sich daher um eine 30 bis 35 Millionen Euro schwere Finanzspritze bemüht, sagten zwei Personen aus dem Umfeld der Gläubiger gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Einzelne Gläubigergruppen hätten diesen nicht zugestimmt.

Banken-Widerstand

Der österreichische Großaktionär Donau Invest, hinter dem der Unternehmer Alain de Krassny steht, wäre bereit gewesen, weiteres Geld nachzuschießen, die Banken dagegen nicht. De Krassny wollte sich am Mittwoch nicht äußern.

Der Vorstand werde nun für die Unternehmensgruppe prüfen, bei welchen Gesellschaften Insolvenzanträge zu stellen seien. Die Ergebnisse dieser Prüfung sollten so bald wie möglich veröffentlicht werden. Praktiker war durch eine fehlgeschlagene Rabattstrategie in eine schwere Krise geraten und seit langem angeschlagen. Erst am Mittwoch hatten die "Welt" und das "Hamburger Abendblatt" in ihren Online-Ausgaben berichtet, die Finanzlage habe sich dramatisch verschärft.

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