Einsatz des BKA: Geldwäsche-Razzia bei Großbank

Ein Vogel fliegt vor einem Bürogebäude mit dem Logo der Deutschen Bank.
Die Bank bestätigt die Durchsuchung der Geschäftsräume in Frankfurt und Berlin. Details sind noch nicht bekannt.

Büros der Deutschen Bank sind der Staatsanwaltschaft Frankfurt zufolge am Mittwoch von Fahndern des Bundeskriminalamts unter dem Verdacht der Geldwäsche durchsucht worden. Ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Frankfurt sei an Standorten des Geldinstituts in Frankfurt und Berlin vollstreckt worden, teilte die Behörde mit.

Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen führe gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt in Wiesbaden das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche und in Zusammenhang stehender weiterer Vorwürfe nach dem Geldwäschegesetz "gegen unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter der Deutschen Bank AG". Die Deutsche Bank bestätigte die Durchsuchungen und betonte, das Geldhaus arbeite "vollumfänglich" mit der Staatsanwaltschaft zusammen. An der Börse gaben die Aktien der Deutschen Bank rund drei Prozent nach.

Keine Angaben zu dem Hintergrund der Geschäftsbeziehungen

Die Deutsche Bank habe in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften unterhalten, die im Verdacht stünden, "zum Zwecke der Geldwäsche eingesetzt worden zu sein", teilten die Ermittler weiter mit. Zu dem Hintergrund der Geschäftsbeziehungen, den über die Deutsche Bank erfolgten Transaktionen und deren Umfang sowie zu den Gesellschaften selbst, könnten aktuell keine Angaben gemacht werden.

Die Deutsche Bank war in der Vergangenheit immer wieder durch Ermittlungen der Behörden und juristische Auseinandersetzungen erschüttert worden. Vorstandschef Christian Sewing hatte immer wieder betont, das Geldhaus habe die Altlasten der Vergangenheit aber hinter sich gelassen. Erst 2024 hatte die Deutsche Bank rund 1,7 Mrd. Euro ausgegeben, um Rechtsstreitigkeiten etwa um die Übernahme der Postbank zu den Akten legen zu können. Für das vergangene Jahr erwarten Analysten nun mit knapp sechs Mrd. Euro deutlich mehr Gewinn als noch 2024. Die Deutsche Bank will am Donnerstag Geschäftszahlen vorlegen.

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