Wirtschaft 29.03.2012

Der Oman in 30 Jahren

Alles neu. Österreichisches Konsortium plant den Oman.

Ein österreichisches Konsortium wird in den nächsten drei Jahren den „Nationalen Raumentwicklungsplan“ für das im Osten der arabischen Halbinsel liegende Sultanat Oman erstellen. Dabei geht es um ein umfassendes Konzept der Siedlungs- und Raumstruktur, der Planung künftiger Wirtschafts- und Produktionsstandorte und der Verkehrsplanung. Zusätzlich wird das Konzept Überlegungen zum Bildungs- und Gesundheitsbereich und zum Tourismus beinhalten. Für das wissenschaftliche Management des Zehn-Millionen-Euro-Projekts ist die Technische Universität (TU) Wien verantwortlich.

Der Oman hat aufgrund der Einnahmen durch die Ölförderung in den vergangenen 40 Jahren einen großen wirtschaftlichen Aufholprozess durchlaufen. Das vormals agrarisch ausgerichtete Wirtschaftssystem hat sich stark gewandelt. Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt ist entsprechend rückläufig. Bei so schnell ablaufenden strukturellen Veränderungen könne der Überblick verloren gehen, so Klaus Semsroth, Dekan der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien. Die Regierung des Oman habe erkannt, dass es für den zukünftigen Ausbau des Landes klar definierte Strategien brauche.

Die TU hat sich in Kooperation mit den österreichischen Firmen Prisma Solutions, dem Central European Institute of Technology (CEIT), der Firma freiland CE und IBV Fallast bei einer internationalen Ausschreibung um das Projekt beworben. Gemeinsam mit dem omanischen Partnerunternehmen Consatt wurde man mit der Erstellung des Konzepts betraut. „Der Oman wollte anscheinend eine Universität beauftragen“, so Andreas Dillinger von der TU Wien. Für den Experten passt diese Aufgabenstellung auch eher in den universitären Sektor, als in den Bereich von „internationalen Consultants“.

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( Kurier ) Erstellt am 29.03.2012