Bayern/ ARCHIV: Genussvoll trinkt eine aeltere Frau im Brauereibiergarten von Kaltenberg aus einem Masskrug Bier (Foto vom 23.04.03). "Bier formte diesen Koerper" - dieser Spruch prangt besonders gern auf T-Shirts, die kapitale Maennerbaeuche umhuellen. Und nicht nur die Traeger solcher Statements, auch viele andere sind ueberzeugt: Der Bierbauch ist nicht umsonst sowohl im Deutschen als auch im Englischen, Franzoesischen und Spanischen nach dem beliebten Getraenk benannt. (zu dapd-Text) Foto: Johannes Simon/dapd

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Bier-Einkauf
03/26/2013

Der Österreicher greift zum 6er Tragerl

Am Land punktet auch die Bierkiste. Ein Drittel sind sogenannte "Heavy-Beer-Shopper".

Skispringen und Skifahren, eh klar. Aber der gelernte Österreicher weiß auch: Man kann nicht überall Weltmeister sein. Doch zumindest beim Bierkonsum ist die Alpenrepublik Spitze. Weltweit liegt Österreich weiter auf Platz 2 hinter Tschechien (2011: 145 Liter), wie der KURIER vor kurzem berichtete.

Forscher der WU haben nun im Rahmen einer Studie über den Bierkonsum im Land der Freunde des Gerstensafts nachgefragt - und kamen zu folgendem Ergebnis: Die Österreicher bevorzugen beim Flaschenbier 6er-Tragerl, bleiben "ihrer" Biermarke bzw. Gebindeform treu und schauen stärker auf die Qualität als auf den Preis.

Die Details

Stadt-Land-Gefälle54 Prozent der Befragten favorisierten bei der Gebindeform das 6er Tragerl, 29 Prozent setzten auf die Bierkiste und 17 Prozent auf die Einzelflasche. Vor allem in Städten liegt das 6er Tragerl (63 Prozent) weit vor der Bierkiste (16 Prozent), während die Kiste auf dem Land (42 Prozent) fast mit dem Konkurrenten (45 Prozent) gleichzieht.

Das 6er Tragerl wird übrigens vor allem wegen des einfachen Transports gekauft, während die Bierkiste wegen der Lagerung zuhause bevorzugt wird. Die Einzelflasche wird hauptsächlich dann gewählt, wenn Konsumenten einen „Gusto“ auf Bier verspüren.

Heavy-Beer-Shopper Weiteres Ergebnis: Ein Drittel der Befragten sind "Heavy-Beer-Shopper" und kaufen täglich, ein- bis zweimal pro Woche oder alle zwei Wochen Bier, zwei Drittel zählen umgekehrt zu den "Low-Beer-Shoppern" und erwerben den Gerstensaft einmal pro Monat oder seltener.

Kaufverhalten Gleichzeitig zeigte sich, dass die Einkäufer größtenteils "ihrer" Gebindeform und Biermarke treu blieben. Die Forscher stellten sich daher die Frage, ob sich dieses "habitualisierte" Kaufverhalten auch in einem expliziten Preiswissen widerspiegelte und überprüften, ob die Konsumenten die Höhe eines Preises exakt wiedergeben konnten - was nicht der Fall ist. Obwohl eigentlich davon auszugehen wäre, dass "Heavy-Beer-Shopper" über ein besseres Preiswissen verfügen, zeigte die Befragung keine signifikanten Unterschiede.

Markentreue Eine mögliche Erklärung für das vage Preiswissen sieht die Studie darin, dass beim Bierkauf andere Faktoren als der Preis für wichtiger angesehen werden. Dies zeigte sich auch bei jenem Ergebnis, wo „Qualität“ und „Markentreue“ von den befragten Personen vor dem Faktor „Preis“ als entscheidend beim Bierkauf genannt wurden. Dies sei aber nicht verwunderlich, heißt es: Immerhin sei der Bierpreis in Österreich generell auf einem niedrigen Niveau angesiedelt.

Die Studie

Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsprojekt am Institut für Handel und Marketing der Wirtschaftsuniversität (WU), deren Ergebnisse im jüngsten WU-Forschungsnewsletter veröffentlicht wurden. Für die Studie wurden österreichweit 348 Personen mittels standardisierten Fragebögen befragt.

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