Wirtschaft
02.10.2018

Der heimische Markt für Immobilien ist „fest in deutscher Hand“

Man kann mit Immobilien in Wien und in den Landeshauptstädten mehr Geld verdienen als In Deutschland.

Die Preise seien etwas niedriger als beim Nachbarn, Wien ist eine wachsende Stadt und „es gibt selbst in der Hochkonjunktur keinen überhitzen Mietenmarkt“, nennt Franz Pöltl, geschäftsführender Gesellschafter des Immobilien-Dienstleisters EHL, die Gründe für das Interesse der deutschen Investoren.

Dazu komme, dass Wien eine deutschsprachige Stadt mit Stabilität und hoher Rechtssicherheit ist. Außerdem gebe es in Deutschland zu wenig interessante Objekte , erläutert Pöltl. Man könne auch sagen, der heimische Immobilienmarkt „ist fest in deutscher Hand“.

Bei neun von zwölf Immo-Geschäften in den vergangenen 18 Monaten mit einem Volumen von über 100 Millionen Euro waren internationale Investoren beteiligt. Wenig Interesse am heimischen Markt besteht bei Immo-Unternehmen aus den USA oder Großbritannien. Sie verdienen ihr Geld vor allem mit schwankenden Preisen bei Immobilien. Doch der heimische Markt ist stabil.

Der Trend zur guten Nachfrage gelte sowohl für Gewerbeimmobilien als auch für Wohnungen, betont Pöltl. Während private Investoren Vorsorgewohnungen kaufen, sind institutionelle Anleger an neuen Mietwohnungen interessiert, weil bei diesen Immobilien die Berechnung der Mieten nicht nach dem Mietrechtsgesetz erfolgt.

Bei Büroimmobilien wird es im kommenden Jahr zu einem deutlichen Rückgang bei den Geschäften kommen. Heuer werden etwa 280.000 an Büroimmobilien fertiggestellt, so Stefan Wernhart, Geschäftsführer der EHL Gewerbeimmobilien. Im Jahr 2019 werden es allerdings nur noch 35.000 Quadratmeter sein. Auch in Wien werden dann den Investoren interessante Immo-Projekte fehlen.