Den "Euro-Fightern" läuft die Zeit davon

Am Montag reisen Vertreter von EU, EZB und IWF erneut nach Griechenland, um über die nächste Geldspritze zu entscheiden.
Den "Euro-Fightern" läuft die Zeit davon

Die Zeit drängt: Am Montag reisen Vertreter von EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds erneut nach Athen, um über die nächste Geldspritze zu entscheiden. Wegen verfehlter Vorgaben liegt die Auszahlung von über acht Milliarden Euro auf Eis.

Neue Hürden für die Griechen-Rettung sind skeptische Parlamente. So könnte eine angekündigte Mitgliederbefragung der FDP in Deutschland eine Reform des Euro-Schutzschirms (ESFS) auf Dezember verzögern. Eine im Zuge der Reform diskutierte neue Aufstockung des Schutzschirms lehnt Finanzministerin Maria Fekter im News -Interview ab: "Unendlich wird man ihn nicht ausbreiten können." Notenbank-Chef Ewald Nowotny zeigt sich über mögliche Verspätungen "tief beunruhigt". Ein Programm von Zahlungen sei vorgesehen, erklärte er im Ö1-Mittagsjournal: "Wenn es nicht erfüllt werden kann, kann das erhebliche Probleme bringen."

Entwarnung kam am Donnerstag von den Grünen: Ihre Weigerung im Finanzausschuss, die Ausweitung der heimischen Haftungen auf 21,6 Mrd. Euro kurzfristig auf die Tagesordnung zu setzen, wurde von den Börsen falsch interpretiert und ließ die Kurse absacken. Am 30. September oder am 3. Oktober will die Regierung die Abstimmung mit einfacher Mehrheit nachholen. Abgeordneter Werner Kogler fordert mehr Information, wie die Milliarden eingesetzt werden.

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