Wirtschaft
17.04.2018

DB Schenker will Förderung für alternative Antriebe

Die Politik soll vor allem kleinen Logistikunternehmen beim Umstieg auf nachhaltige Antriebsarten helfen.

Mit der Verkehrspolitik der Regierung ist Helmut Schweighofer, Vorstandsvorsitzender von DB Schenker Österreich und Südosteuropa, zufrieden, ein wesentlicher Punkt fehlt ihm jedoch. „Es ist wichtig, dass Logistik ins Regierungsprogramm aufgenommen wurde. Was mich aber noch beschäftigt, ist, den -Ausstoß zu vermindern.“ Er vermisst konkrete Maßnahmen, um diesen nachhaltig abzubauen. Hier brauche es einen Schulterschluss zwischen Politik und Unternehmen. „Wir müssen über Förderungen für alternative Antriebe diskutieren“, sagt Schweighofer.

E-Mobilität bei Lieferungen in Städten

Vor allem kleine Anbieter seinen beim Umstieg von Förderungen abhängig. In Städten sei etwa der Einsatz von Elektromobilität denkbar. DB Schenker selber habe bereits eine Wasserstofftankanlage am Standort Hörsching für Flurfördergeräte, wie Gabelstapler, installiert. Derartige Anlagen seien aber noch nicht massentauglich, meint Schweighofer.

Das Logistikunternehmen, das eine Tochter der Deutschen Bahn ist, ist jedoch auch ohne alternative Antriebe gut unterwegs. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2017 um 10,9 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis um 25 Prozent auf 50 Millionen Euro. Treiber waren Luftfracht und der Bereich Logistik, in dem DB Schenker Komplettlösungen anbietet, wie zum Beispiel Lagerung, Kommissionierung und Versendung für Wein & Co. Geringes Wachstum beziehungsweise leichte Rückgänge gab es im Landverkehr und in der Seefracht.

Festhalten an Türkei

Besonders gut lief es für das Unternehmen in Tschechien, Slowenien, Rumänien und Bulgarien. 2017 wurden dort 20 Millionen Euro investiert. Trotz der schwierigen politischen Situation in der Türkei wurden auch dort sechs Millionen Euro für eine neue Landeszentrale in die Hand genommen. Schweighofer hält das Land nach wie vor für interessant und sieht eine robuste wirtschaftliche Entwicklung. Die Frage sei nur, wieweit andere Unternehmen dort investieren, es also Partner beziehungsweise Kunden gebe. 2018 werden weitere 40 Millionen mit Fokus auf Österreich investiert.

DB Schenker hat in 13 Ländern 80 Niederlassungen und 7000 Mitarbeiter, davon 13 Standorte und 2000 Mitarbeiter in Österreich. TP