Rang 4: TAP dayli (110 Mio. Euro). Die zahlungsunfähige Schlecker-Nachfolgegesellschaft dayli musste im Juli Insolvenz anmelden. Betroffen: rund 3300 Mitarbeiter in Österreich sowie mehr als 1000 in Italien, Polen, Belgien und Luxemburg.

© Deutsch Gerhard

Masseverwalter
10/17/2013

dayli-Filialen: Mietverträge werden aufgelöst

Es hat sich noch kein Käufer für das Gesamtpaket dayli gefunden. Der Masseverwalter bleibt optimistisch.

dayli-Masseverwalter Rudolf Mitterlehner hat bis dato keinen Investor für eine Gesamtverwertung gefunden und beendet nun die Mietverträge der restlichen 520 Filialen. Kein Interessent wollte bisher den Mietaufwand für die Standorte übernehmen. Mitterlehner schließt einen Gesamtverkauf aber weiterhin nicht aus. "Es ist nicht aller Tage Abend", sagte der Insolvenzverwalter am Donnerstag zur APA. "Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass eine teilweise Fortführung der Standorte in Österreich und Luxemburg durch einen der bisherigen Interessenten, der dann auch den restlichen Warenbestand übernimmt, erfolgen kann, vielleicht auch unter der Marke dayli."

Auch nach der Unternehmensschließung per 11. September wurden die Mietverträge der dayli-Filialen aufrechterhalten, um einen Gesamtverkauf zu ermöglichen. Die Mietverträge werden nun entweder einvernehmlich oder durch Kündigung beendet. Der Masseverwalter erwartet, dass eine "beträchtliche Anzahl" der Filialen bald wieder weitervermietet wird.

"Monströses Verfahren"

Derzeit prüft die Insolvenzverwaltung tausende Forderungsanmeldungen. "Es ist ein monströses Verfahren, das mit einer durchschnittlichen Insolvenz nicht vergleichbar ist." Außerdem werden auch Nachforschungen zur Vergangenheit - unter anderem auch zur Schlecker-Zeit - angestellt. "Insolvent war das Unternehmen schon im Sommer 2012", so Mitterlehner zur APA. Zu den Vorkommnissen in Italien, wo der damalige dayli-Eigentümer Rudolf Haberleitner (Bild) um eine Million Euro "erleichtert" wurde (mehr dazu...), will der Masseverwalter noch die strafrechtlichen Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Wien abwarten.

Im Ausland wird der Verkauf von dayli-Assets etwas konkreter: "Die Verwertung der Beteiligung in Polen steht schon auf Schiene", betonte Mitterlehner. Bei der Italien-Tochter würden nun Liquidatoren die interessanten Standorte verkaufen.

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