Heuer gibt es in allen 28 EU-Staaten Wachstum.

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Winterprognose
02/13/2017

Das Wachstum kehrt in alle EU-Staaten zurück

Die Erholung geht weiter. Trotz vieler Unsicherheiten.

Heuer sollte die Wirtschaft in allen 28 EU-Ländern wachsen, erwartet Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici. Das wäre erstmals nach zehn Jahren der Fall. Der Ausblick ist jedoch mit großen Unsicherheiten behaftet– Stichworte Brexit, Trump, EU-Superwahljahr in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

Abseits der Unwägbarkeiten setze sich das Wachstum aber fort. Sogar das langjährige Sorgenkind Griechenland sei dabei, "eine Erfolgsgeschichte" zu werden. Nach langer, tiefer Rezession und einem Mini-Wachstum im Vorjahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) heuer um 2,7 Prozent und nächstes Jahr um 3,1 Prozent zulegen.

1,6 Prozent für Österreich

Für Österreich rechnet die EU-Kommission unverändert sowohl für 2017 als auch 2018 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent – gleichauf mit bzw. etwas unter dem Durchschnitt des Euroraums. Die Arbeitslosigkeit werde in Österreich jedoch auf 6,2 Prozent (2018) weiter steigen, weil das Arbeitskräfteangebot durch die starke Migration aus anderen EU-Staaten sowie durch die anerkannten Asylbewerber merklich angestiegen sei.

Im Euroraum soll die Arbeitslosenrate von zuletzt 10 Prozent auf 9,1 Prozent (2018) sinken.

Unsicherheitsfaktor

Kopfzerbrechen bereitet der Kommission die unklare Ausrichtung der US-Regierung unter Präsident Trump. Er hat Deutschland, China und andere Staaten der Währungsmanipulation bezichtigt und Strafzölle angedroht. Mit 1,6 und 1,8 Prozent werde die deutsche Volkswirtschaft heuer und nächstes Jahr zwar kräftig zulegen. Allerdings stellten mögliche Handelsbarrieren erhebliche Abwärtsrisiken dar. EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis sagte, Deutschland solle sich mehr auf öffentliche Investitionen konzentrieren.

Die Aussichten in den mit Haushaltsproblemen kämpfenden Euro-Ländern Frankreich und Italien bessern sich etwas. In Frankreich dürfte das BIP in diesem Jahr um 1,4 Prozent zulegen. Allerdings wird das Defizit im kommenden Jahr mit 3,1 Prozent wohl wieder über der erlaubten Grenze von drei Prozent liegen. Heuer reißt im Kreis der Euro-Länder nur Spanien mit einer Defizitquote von 3,5 Prozent diese Latte.

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