"Habe viel erreicht": EZB-Präsidentin will volle Amtszeit absolvieren

Die EZB-Chefin sprach im Interview über angebliche Pläne für einen vorzeitigen Abgang.
Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Zusammenfassung

  • EZB-Präsidentin Christine Lagarde betont im Wall Street Journal, dass sie ihre Amtszeit bis Ende Oktober 2027 absolvieren will.
  • Lagarde widerspricht Gerüchten über einen vorzeitigen Rücktritt und versichert, auf Preis- und Finanzstabilität sowie den Schutz des Euro fokussiert zu bleiben.
  • Nach ihrer Amtszeit zieht Lagarde verschiedene Optionen in Betracht, darunter das Weltwirtschaftsforum.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde (70) hat nach Berichten über angebliche Pläne für einen vorzeitigen Abgang in einem Zeitungsinterview erklärt, dass sie ihre Amtszeit bis zum Ende absolvieren wolle. 

"Wenn ich auf all diese Jahre zurückblicke, denke ich, dass wir viel erreicht haben, dass ich viel erreicht habe", sagte sie dem Wall Street Journal in einem Interview.

"Wir müssen das konsolidieren und sicherstellen, dass es wirklich solide und verlässlich ist. Meine Grundannahme ist daher, dass dies bis zum Ende meiner Amtszeit dauern wird." Die Financial Times hatte zuvor berichtet, Lagarde wolle ihr Amt als Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vorzeitig niederlegen, um dem scheidenden französischen Präsidenten Emmanuel Macron ein Mitspracherecht bei der Wahl ihrer Nachfolge zu geben.

Lagarde: "Viele Optionen"

Insidern zufolge hatte Lagarde daraufhin am Mittwoch in einer privaten Nachricht an ihre EZB-Kollegen versichert, dass sie weiter auf ihren Job konzentriert sei. Sollte sie zurücktreten wollen, würden sie dies von ihr und nicht aus der Presse erfahren. Dem Wall Street Journal sagte Lagarde weiter, sie sehe ihre Aufgabe in der Preis- und Finanzstabilität sowie darin, "den Euro zu schützen und sicherzustellen, dass er solide und stark und für die Zukunft Europas gerüstet ist".

Lagardes reguläre Amtszeit läuft bis Ende Oktober 2027, im April 2027 wird in Frankreich gewählt. Lagarde sagte dem Wall Street Journal weiter, das Weltwirtschaftsforum sei "eine der vielen Optionen", die sie nach ihrem Ausscheiden aus der Zentralbank in Betracht ziehe.

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