Benjamin Smith, CEO von Air France-KLM

© APA/AFP/ERIC PIERMONT

Wirtschaft
04/23/2020

Chef von Air France-KLM verzichtet nach Kritik auf Bonus

Niederländischer Finanzminister hatte Sonderzahlung als "nicht vernünftig und mit Hilfe aus Steuergeldern unvereinbar" gerügt.

Nach Protest in den Niederlanden verzichtet der Chef der in der Coronakrise auf Staatshilfe hoffenden Fluggesellschaft Air France-KLM, Benjamin Smith, auf Bonuszahlungen.

Für 2020 verzichte er auf den variablen Teil seiner Vergütung, zuvor habe er für die Dauer der Krise bereits auf ein Viertel seiner Festbezüge verzichtet, teilte Smith am Donnerstag in Paris mit.

Laut dem offiziellen Registrierungsdokument war Smith für 2019 ein Fixum von 900.000 Euro zugestanden. Dazu wären noch 768.456 Euro Bonus gekommen, die am 19. Februar festgelegt wurden, aber am 26. Mai noch beschlossen werden hätten sollen.

Darüber hinaus gibt es freilich noch Langzeit-Begünstigungen, die 2022 zur Auszahlung kämen. Darunter fallen Aktienansprüche, die in dem Dokument mit zwei Millionen Euro bewertet werden.

Mit Staatshilfe unvereinbar

Zuvor hatte der niederländische Finanzminister Wopke Hoekstra einen möglichen Bonus für Smith kritisiert. "Wir finden Bonuszahlungen in dieser Krisenzeit nicht vernünftig und nicht mit einer Hilfe aus Steuergeldern vereinbar", sagte der Minister der Zeitung "De Telegraaf". "Das werden wir dem Unternehmen deutlich machen, auch während der Aktionärsversammlung."

Die Modalitäten einer Bonuszahlung seien noch Anfang April angepasst worden seien, so die Zeitung.

Bonus wäre höher ausgefallen

Wie der Rundfunksender NOS berichtete, hätte ein Bonus für Smith demnach davon abhängen können, wie viel Geld die Airline am Ende des Jahres in der Kasse hat.

Da dies im wesentlichen vom Umfang der erhofften Staatshilfe aus den Niederlanden und Frankreich abhängig sei, wäre der Bonus für den Spitzenmanager mit steigender Staatshilfe gestiegen. In welchem Umfang die Airline mit Staatshilfe rechnet, ist bisher nicht präzisiert worden. In Frankreich war von Milliardenbeträgen die Rede.

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