Wirtschaft
29.11.2018

Braves Christkind: So fällt heuer das Weihnachtsgeschäft aus

Wifo prognostiziert Mehrumsätze wie im Vorjahr. Das gesamte Umsatzvolumen beträgt 6,27 Milliarden Euro.

Mit dem Einkaufssamstag am 1. Dezember startet der Handel ins Weihnachtsgeschäft. Der Ausblick für heuer sei zwiespältig, sagte Jürgen Bierbaumer-Polly vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) am Donnerstag bei einem Pressegespräch. Zuversichtlich stimme die Wirtschaftslage, allerdings verliefen die vergangenen Monate im Einzelhandel eher umsatzschwach.

Die Wirtschaftsforscher erwarten deshalb im gesamten Einzelhandel heuer Mehrumsätze im Dezember auf dem Vorjahresniveau - das wären netto 1,25 Milliarden Euro.  Insgesamt wird das Umsatzvolumen im Dezember auf nominell 6,27 Milliarden Euro geschätzt.

Geschäft verlagert sich

Mit Mehrumsatz sind jene Dezember-Geschäfte gemeint, die das "Normalmaß" eines durchschnittlichen Monats übersteigen. Sondereffekte wie die Zahl der Verkaufstage werden dabei berücksichtigt. Jeder fünfte umgesetzte Euro kann von den Händlern somit als zusätzliches Weihnachtsgeschäft verbucht werden. Allerdings nehmen diese Spitzen ab, weil sich das Geschäft verlagert.

"Sonder-Aktionstage im November, wie Black Friday, Cyber Monday oder Cyber Week, aber auch der anhaltende Trend zu Gutscheingeschenken, die erst bei der Einlösung als Umsatz gezählt werden, verschieben die Weihnachtsumsätze auf andere Monate", sagte Bierbaumer-Polly. Auch das veränderte Einkaufsverhalten durch Onlineshops und Versandhändler trägt dazu bei.

Die fünf Branchen mit den höchsten Umsatzspitzen im Dezember sind der Spielwarenhandel sowie der Handel mit Uhren und Schmuck (+125 Prozent) gefolgt von Buchhandel, Unterhaltungselektronik und Warenhäusern (+70 bis 90 Prozent).