epa03823314 (FILE) A file photo dated 14 February 2013 showing US Airways and American Airlines (L) jets at the terminal after the airlines announced the merger of the two airlines created the worlds largest airline company at the Dallas/Fort Worth international airport in Ft. Worth, Texas, USA. The merger between US Airways and American Airlines faces an anti-trust lawsuit filed 13 August 2013 by the US Justice Department and officials in seven local jurisdictions. The 11-billion-dollar merger would create the world's largest airline, and the Justice Department says a decrease in competition for flights would result in higher airfares and less service for customers. Six states and the US capital, Washington, joined the Justice Department in the legal challenge. The states include Texas, where American Airlines is headquartered, and Arizona, which is home to US Airways. The carriers currently compete on more than a thousand routes and have head-to-head competition on non-stop routes worth 2 billion dollars in annual revenue, the Justice Department said. EPA/RALPH LAUER

© APA/RALPH LAUER

USA
08/13/2013

Blockade gegen Fusion zur größten Fluggesellschaft

Der geplante Zusammenschluss von American und US Airways rief die Wettbewerbshüter auf den Plan.

Der Zusammenschluss von American Airlines und US Airways zur weltgrößten Fluggesellschaft (gemessen an den geflogenen Meilen)
gerät in Gefahr. Das US-Justizministerium und mehrere Bundesstaaten wollen die Fusion mit einer Wettbewerbsklage verhindern. Sie befürchten, dass die Preise steigen und Flüge gestrichen werden. "Die Verbraucher müssten den Preis für diesen Zusammenschluss zahlen - in höheren Ticketpreisen, höheren Gebühren und weniger Auswahl", erklärte Justizminister Eric Holder am Dienstag in Washington. Selbst kleine Preiserhöhungen bei einzelnen Flügen würden sich in der Gesamtheit auf eine Mehrbelastung von mehreren hundert Millionen Dollar für die Kunden summieren.

Die beiden Fluggesellschaften hatten ihre 11 Mrd. Dollar (8,3 Mrd. Euro) schwere Fusion im Februar verkündet und wollten das Unterfangen nach eigenen Angaben noch in diesem Quartal zum Abschluss bringen. Für die American-Muttergesellschaft AMR soll die Fusion gleichzeitig der Ausweg aus der Insolvenz sein. Gläubiger und Aktionäre beider Firmen hatten dem Vorhaben schon zugestimmt.

Auch die EU hat die Fusion Anfang August genehmigt, nachdem die beiden Airlines Zugeständnisse bei den Landerechten in London und Philadelphia gemacht hatte.

Ausweg

Die beiden wirtschaftlich seit Jahren schwächelnden Airlines wollen mit der Allianz ihre Position gegenüber den heimischen Rivalen Delta und United Continental stärken. Zusammen kämen sie mit 113.000 Mitarbeitern auf einen Jahres-Umsatz von zuletzt knapp 39 Mrd. Dollar. Gemessen an den geflogenen Meilen wären sie der weltweite Branchenprimus. Künftig soll es pro Tag 6.700 Flüge zu 336 Zielen in 56 Ländern geben.

Die geplante Fusion ist der vierte große Zusammenschluss in der US-Luftfahrtindustrie seit 2008: Delta Air Lines hatte Northwest gekauft, United und Continental schlossen sich zusammen und Southwest kaufte den Billigflieger AirTran.

Die beiden Fluggesellschaften können nun vor einem Gericht in Washington ihre Fusion verteidigen. Möglich wären auch Zugeständnisse an die US-Wettbewerbshüter. Der Leiter der Kartellabteilung im Justizministerium, Bill Baer, gab sich allerdings am Dienstag hart: "Die beiden Fluggesellschaften haben erklärt, dass sie auch alleine Erfolg haben könnten."

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