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AK-Studie
12/03/2015

Berichte über Nachhaltigkeit "nicht mehr als ein Party-Gag"

AK fordert verpflichtende Standards zu Arbeitsbedingungen, sozialer Verantwortung und Menschenrechten.

In Sonntagsreden verweisen Manager gerne auf das soziale und gesellschaftliche Engagement ihres Unternehmens. Geht es um harte Fakten, sieht die Sache aber ganz anders aus. Weniger als zehn Prozent der größten heimischen Unternehmen publizieren regelmäßig sogenannte "Nachhaltigkeitsberichte", geht aus einer Untersuchung der Arbeiterkammer (AK) hervor. Darin soll in einer Art "Sozialbilanz" genaue Auskunft etwa über Arbeitsbedingungen, soziale Verantwortung, Achtung der Menschenrechte oder Bekämpfung von Korruption gegeben werden.

"Momentan sind die Berichte nicht mehr als ein Party-Gag", meint AK-Studienautor Ulrich Schönbauer und verweist auf andere Länder. So würden in Frankreich und Dänemark beinahe alle Konzerne, in Deutschland und der Schweiz immerhin 70 Prozent regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte liefern. In Österreich sind die Betriebe bisher nicht dazu verpflichtet, eine entsprechende EU-Richtlinie muss aber bis Ende 2016 umgesetzt werden. Die AK fordert diesbezüglich klare und verbindliche Standards, die Vergleichbarkeit und Kontrolle ermöglichen.

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