Bayer Material Science leidet unter den hohen Energiepreisen in Deutschland.

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Leverkusen
09/18/2013

Bayer will 700 Stellen abbauen

Betroffen sind 180 Beschäftigte der Kunststoffsparte, die unter den hohen Energiepreisen leidet.

Der Bayer-Konzern will sich in den kommenden vier Jahren von 700 Mitarbeitern der Kunststoffsparte Bayer Material Science (BMS) trennen. In Deutschland seien 180 Beschäftigte betroffen, berichtete die Rheinische Post. Demnach teilte der Konzern die Pläne auf einer Mitarbeiter-Versammlung am Montag in Leverkusen mit. Die Stellen sollten abgebaut oder durch Verkauf von Beteiligungen aus dem Konzern ausgegliedert werden.

Ein Bayer-Sprecher bestätigte der Zeitung, dass diese Zahlen bei dem Treffen genannt worden seien. Sie ergäben sich aus mehreren Einzelmaßnahmen. Weltweit hat die Sparte Material Science 14.500 Mitarbeiter, davon 5.200 in Deutschland.

Gleichzeitig kündigte Bayer-Chef Marijn Dekkers an, in den kommenden drei Jahren 18 Milliarden Euro in den Konzern stecken. "Rund zehn Milliarden davon gehen in die Forschung und Entwicklung, acht investieren wir in Sachanlagen", erläuterte Dekkers.

Kritik an Energiewende

Harte Kritik übte er an der deutschen Energiepolitik: "Deutschland hat mit der Energiewende einen radikalen Wandel eingeleitet. Die Folge sind erhebliche Wettbewerbsnachteile für die energieintensiven Industrien." Sein Beispiel: "Unser Teilkonzern BMS zahlt heute in Deutschland, hauptsächlich in NRW, doppelt so viel für Strom wie in Amerika – und das, obwohl MaterialScience als besonders energieintensives Unternehmen von den hohen Kosten entlastet wird."

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