Haupteingang der Mailänder Börse

© REUTERS/STEFANO RELLANDINI

Mailand
02/04/2015

"Italienisches Amazon" plant Börsengang

E-Commerce-Händler Banzai und Massimo Zanetti Beverage Group debütieren in Finanzmetropole Mailand.

Mehrere Börsengänge stehen in Mailand an. Nach dem Rekord-Börsengang der chinesischen Handelsplattform Alibaba plant jetzt der italienische E-Commerce-Händler Banzai den Börsengang. Die 2008 gegründete Firma, die als "italienische Amazon" bezeichnet wird, debütiert am 16. Februar in der italienischen Finanzmetropole. Der Notierungsantrag wurde für das Börsensegment Star eingereicht.

Banzai rechnet dank des Börsengang mit Einnahmen von 50 Mio. Euro, die zum Unternehmenswachstum beitragen werden, betonte CEO und Firmengründer Paolo Ainio. In Hinblick auf den Börsengang plant Banzai eine Kapitalaufstockung im Wert von circa 30 Mio. Euro.

Die Gesellschaft, die 440 Mitarbeiter zählt, hat das Jahr 2014 mit einem Umsatz von 180 Mio. Euro abgeschlossen. Die Verschuldung beträgt 5,5 Mio. Euro. 6,3 Mio. Euro wurden 2014 zur Geschäftsexpansion investiert. Im Jahr 2013 hatte Banzai noch einen Umsatz von 153 Mio. Euro gemeldet. 18 Mio. Kunden pro Tag besuchen die Online-Plattformen Banzais, der zum stärksten italienischen E-Commerce-Händler aufgerückt ist, der vierte in Italien nach Google, Facebook und Microsoft.

Auch MZBG plant Börsendebüt

Das Interesse der Finanzwelt richtet sich auch auf den Börsengang der Holding Massimo Zanetti Beverage Group (MZBG), Mutter der Segafredo Zanetti Austria. Der Konzern ist seit den 70er-Jahren zum stärksten privaten Kaffeeröster der Welt aufgerückt. Die Holding, die bereits im vergangenen Jahr ihr Börsendebüt angekündigt und ihn dann verschoben hatte, plant jetzt im Mai den Börsenstart, berichteten italienische Medien.

Das Unternehmen generiert 90 Prozent des Umsatzes im Ausland. Mit über 70.000 Kunden und 50 Mio. getrunkenen Tassen pro Tag ist MZBG italienischer und weltweiter Espressomarktführer. Österreich ist für die Gruppe der erste Auslandsmarkt, auf dem sie in den Achtzigerjahren Fuß gefasst hat. In Österreich generiert MZBG fünf bis zehn Prozent des Gruppenumsatzes, das entspricht rund 30 Mio. Euro. In Österreich hat das Unternehmen ein Netz aus circa 40 Segafredo-Cafes etabliert. 1989 wurde der erste Segafredo-Zanetti-Espresso-Standort in Wien am Graben eröffnet. Heute ist Segafredo Zanetti Austria der Gastronomielieferant Nummer eins im Espressosegment und beliefert mit dem Direktvertrieb Kunden in ganz Österreich.

Weitere Börsengänge

Darüber hinaus bahnen sich noch mehr Börsengänge in Mailand an. Auch die italienische Kaufhauskette OVS, die mit der Marke Oviesse in Italien Marktführer im Bereich Billigmode ist, drängt an die Mailänder Börse. Das Debüt soll in den nächsten Wochen erfolgen. Die Kaufhauskette wird mit 1,3 Mrd. Euro bewertet und ist auch in Osteuropa stark präsent. Ziel ist, mit den Börseneinnahmen die Expansion in Europa zu finanzieren.

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