Teilnehmer der Öffentlichen Betriebsversammlung der Wiener Bankangestellten am Mittwoch.

© APA/DEWI

Banken-KV
03/26/2014

Bankmitarbeiter protestieren gegen Reallohnverluste

Mehr als 1.000 Bankangestellte fanden sich am Wiener Graben ein. Jobängste gehen um.

Mehr als 1.000 Bankangestellte und Betriebsräte aus 18 Kreditinstituten haben am Mittwoch am Graben in Wien gegen drohende Reallohnverluste in der - unterbrochenen - Kollektivvertragsrunde protestiert. Das Arbeitgeberangebot sei nicht akzeptabel. Die Betriebsräte deponierten, dass die Branchenkrise nicht durch Einschnitte in den Tarifverträgen gelöst werden kann. Auch große Jobängste gehen um.

"Die strukturellen Probleme einer Branche können nicht bei den Kollektivvertragsverhandlungen gelöst werden"

Die Beschäftigten in den Banken hätten stark dazu beigetragen, die Wirtschafts- und Finanzkrise im Unternehmen zu bewältigen. "Dafür muss es einen finanziellen Ausgleich geben", forderte Adolf Lehner, Betriebsratschef der Bank Austria und Arbeitnehmer-Verhandler. "Eines muss klar sein: Die strukturellen Probleme einer Branche können nicht bei den Kollektivvertragsverhandlungen gelöst werden." Das wurde auch in einer einstimmig beschlossenen Resolution hervorgehoben.

Personalkürzungen und Auslagerungen

"Durch Personalkürzungen und Ausgliederungen ins Ausland gehen in Österreich Arbeitsplätze verloren", kritisierte die Betriebsratschefin der BAWAG PSK, Ingrid Streibl-Zarfl. Zugleich steige der Arbeitsdruck für die Beschäftigten, weil durch die Ausgliederungen nicht immer die erhofften Effizienzsteigerungen erzielt würden. Von den Bankern wurde heute ein Bekenntnis zur Absicherung der Jobs in Österreich verlangt.

Sollte die vierte Gehaltsrunde am kommenden Montag wieder ohne Abschluss enden, sind weitere Proteste bis hin zum Streik angedroht.

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