Danach folgt die Unicredit/Bank Austria mit 7.200 Mitarbeitern...

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Wirtschaft
08/03/2012

Bank Austria verhilft Mutter UniCredit zu gutem Gewinn

Dank Osteuropa kann die Bank ein "zufriedenstellendes" Ergebnis vorweisen.

"Das Glas ist deutlich halb voll", sagte Willibald Cernko, Chef der UniCredit-Tochter Bank Austria, am Freitag bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. Das Institut konnte im ersten Halbjahr ein laut Cernko "zufriedenstellendes" Ergebnis vorweisen. Beim Nettogewinn wurde gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr ein Plus von 1,2 Prozent auf 646 Mio. Euro verzeichnet.

Die BA-Führung gibt als Gründe für diese Entwicklung die breite Aufstellung in Österreich und in 18 zentral- und osteuropäischen Ländern, aber auch die starke Kundenorientierung, die hohe Kostendisziplin und das gute Risikomanagement an.

Ein Sondereffekt bei dem Rückkauf von Hybridanleihen (Anleihen mit Zinsaufschlag aufgrund von erhöhtem Risiko) verbesserte das Ergebnis nicht unerheblich. Die Rückstellungen, u.a. wegen Vorsorgen für Gerichtsprozesse, legten von 31 auf 67 Mio. Euro zu. Die Kernkapitalquote sank von 10,55 auf 9,97 Prozent. "Wir sind verdammt dazu, weiter zu wachsen, um das Eigenkapital zu stärken", sagte Cernko.

Investitionen

Einmal mehr legte er ein Bekenntnis zu Osteuropa ab. "Das sind die Märkte, in denen wir bleiben." Dort werde weiterhin investiert. Russland und die Türkei seien vielversprechende Märkte; und auch in Ungarn sei die Situation trotz der schwierigen Lage durchaus beherrschbar. Zwei Drittel des BA-Ergebnisses wurden in der Region erwirtschaftet. Nur in Kasachstan würden weiterhin rote Zahlen geschrieben.

Der BA-Mutterkonzern UniCredit erzielte im ersten Halbjahr 1,1 Mrd. Euro Gewinn (nach 1,32 Mrd.). Die BA trug einmal mehr einen großen Anteil dazu bei. Die Rückstellungen für faule Kredite stiegen um 60 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro.

Ein politischer Appell kommt von Cernko in Sachen Bankeninsolvenzrecht. Man dürfe nicht auf EU-Vorgaben warten. "Wir müssen vorbereitet sein, falls, so Gott behüte, wieder eine Bank Pleite geht." Steuerzahler und andere Banken hätten kein Verständnis, wieder einzuspringen.

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