© EPA/ANTONIO BAT

Konvertierung
08/26/2015

Auf Banken in Kroatien kommen Millionen-Kosten zu

Die Umwandlung der Franken- in Euro-Kredite dürfte demnächst beschlossen werden.

Nun ist es offiziell: Kroatien plant die Umwandlung der Franken-Kredite in Euro-Darlehen. Vizepremier Branko Grgic erklärte, dass diese Maßnahme als eine dauerhafte Lösung für die Probleme der Franken-Kreditnehmer eingeführt werde. Nach Schätzung der Regierung wird das die Banken mehr als 5 Milliarden Kuna bzw. mehr als 660 Millionen Euro kosten.

Nach zwei vorläufigen Lösungen - im Vorjahr wurden die Kreditzinsen gesenkt, heuer der Franken-Wechselkurs fixiert - werde es nun eine dauerhafte Lösung geben, kündigte Grcic an. Die Regierung will bis Anfang Oktober alle dafür nötigen Vorschriften verabschieden. Laut Grcic rechnet man, dass die Banken dann innerhalb von drei Monaten, also bis Jahresende, die Kreditumwandlung durchführen könnten.

Banken warten ab

Die Banken haben die Pläne der Regierung bisher nicht kommentiert. Man warte auf die offiziellen Informationen der Regierung, hieß es aus der kroatischen Bankenvereinigung (HUB). Die kroatische Notenbank erwartet unterdessen keine negativen Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität der Banken.

Nach der vorläufigen Schätzung der Notenbank würde die geplante Maßnahme - diese sieht neben der Umwandlung in Euro-Kredite auch einen partiellen Erlass der Differenz zwischen dem Euro- und dem Franken-Darlehensbetrag vor - zwischen 5,5 und 6 Milliarden Kuna an Mehrkosten für die Banken bedeuten.

Die Regierung hatte laut Grcic den Banken Zeit gelassen, um entsprechende Lösungen direkt mit ihren Kunden zu finden. Nachdem das nicht geschehen sei, habe man "eine starke politische Entscheidung in Richtung einer dauerhaften Lösung" getroffen. Das Modell sieht nach Angaben der Regierung eine Gleichstellung der Franken-Kreditnehmer mit jenen vor, die Euro-Darlehen aufgenommen haben.

53.000 Franken-Kreditnehmer

Nach Angaben des Vize-Regierungschefs gibt es in Kroatien rund 53.000 Franken-Kreditnehmer. Das gesamte Volumen der Franken-Kredite liegt bei 23 Milliarden Kuna. Die Maßnahme wird für alle Franken-Darlehen gelten, wobei es sich bei mehr als 90 Prozent um Wohnungskredite handelt.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.