Einstiegsgehälter des Bodenpersonals werden erhöht, Sonderzahlungen reduziert.

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11/29/2013

AUA-Bodenpersonal gibt Segen zu neuem KV

Die Zustimmung fiel mit 74 Prozent hoch aus. Der Kollektivvertrag tritt mit Jänner in Kraft.

Fast drei Viertel des AUA-Bodenpersonals haben dem neuen Kollektivvertrag (KV) zugestimmt. Betriebsratschef Alfred Junghans zeigte sich von der 74-Prozent-Zustimmung "positiv überrascht", wissend, dass der KV ein Sparpaket sei, so Junghans. Die AUA spart sich laut Junghans im Schnitt damit an die 10 Millionen Euro pro Jahr. AUA-Chef Jaan Albrecht kommentierte: "Mitarbeiter schultern mit ihrem Ja zur Reform einen wesentlichen Teil der Unternehmenssanierung."

In den vergangenen drei Wochen urteilten die rund 2600 kaufmännischen und technischen Mitarbeiter der Austrian Airlines über das von Management, Betriebsrat und Gewerkschaft ausverhandelte Paket. Die Wahlbeteiligung lag bei 84 Prozent.

"Ab heute können die Personalkosten nicht mehr als Sparziel herhalten."

Für das Votum haben sich Gewerkschaft (GPA-djp) und Boden-Betriebsrat freiwillig entschieden, das Ergebnis wäre somit nicht bindend gewesen - hinter der Urabstimmung steckte aber Kalkül. Der Hintergedanke sei gewesen, dass mit einer hohen Zustimmung und einer ebenso hohen Wahlbeteiligung der Druck auf den Vorstand und den Eigentümer, die deutsche Lufthansa, steige, sagte Junghans: "Ab heute können die Personalkosten nicht mehr als Sparziel herhalten". Mit der Reform seien auch bestehende Ansprüche und der Standort gesichert worden.

Konkret ist für Wien eine Standortgarantie bis 2018 vereinbart - das betrifft vor allem die Techniker und das Personal an den Schaltern. Dennoch gibt es einen Sozialplan für Stellen, die trotz KV-Reform abgebaut werden müssen - "Stichwort Abbau von Doppelgleisigkeiten in der Verwaltung und Technik".

Für den GPA-Spitzengewerkschafter Karl Proyer, der den KV mitverhandelte, ist es ein Beweis, "dass auch in einer schwierigen Unternehmenssituation die betriebliche und überbetriebliche Sozialpartnerschaft funktionieren kann."

Eckpunkte

Der neue Kollektivvertrag gilt ab dem 1. Jänner 2014. Als Eckpunkte gelten eine flachere Gehaltskurve, dafür höhere Einstiegsgehälter und eine Gewinnbeteiligung. Für 2014 soll es eine Einmalzahlung von 1000 Euro geben, 2015 eine Inflationsabgeltung. Die Jubiläumsgelder werden zwar reduziert, dafür aber früher ausgezahlt. Bei der Abfertigung wird auf eine Mitarbeitervorsorgekasse umgestellt und der neue KV bedeutet auch das "Aus" des für die AUA teuren leistungsorientierten Betriebspensionssystems. Im Gegenzug soll es Abschlagszahlungen geben.

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