Oliver Attensam, Geschäftsführer der Attensam-Unternehmensgruppe

© Attensam

Hausbetreuung
10/17/2019

Attensam-Chef: „Es läuft erschreckend gut“

Hausbetreuungs-Profi wächst zweistellig. Personalsuche wird immer schwieriger.

von Anita Staudacher

Die Einserfrage für den Winterdienst: Wann und wo fällt der erste Schnee? „Wir haben schon Teams gebildet und trainieren gerade im Trockenen, um Winterkapriolen wie zu Jahresbeginn in Tirol und Salzburg besser bewältigen zu können“, erzählt Oliver Attensam, Chef der Attensam Hausbetreuung. Um der Rekord-Schneemassen Herr zu werden, mussten Teams samt schwerem Gerät aus anderen Bundesländern aushelfen. Heuer habe man eigene Notfalldienste für Winterkapriolen vorbereitet

.So herausfordernd strenge Winter für Österreichs größten Winterservice- und Hausbetreuungs-Profi sind, sie kurbeln auch das Geschäft an. Immer mehr Gemeinden lagern die Schneeräumungen aus, schon fast 30 Prozent des Attensam-Umsatzes entfallen auf Winterservices. Hauptumsatzbringer ist mit einem Drittel die Hausbetreuung und hier vor allem der Wiener Markt. Weitere Bereiche sind die Büro- und Sonderreinigung, Grünflächenbetreuung sowie Haustechnik.

Insgesamt konnte das Familienunternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 den Umsatz um 10,5 Prozent auf 73,9 Millionen Euro steigern. Auch für heuer wird dank einer guten Auftragslage wieder mit einem zweistelligen Plus gerechnet: „Es läuft erschreckend sehr gut“, fasst Attensam zusammen. Um das Wachstum auch mitarbeiterseitig bewältigen zu können „müssen wir uns jetzt ordnen und schlichten“. Wie viele Multi-Dienstleister hat das Unternehmen derzeit Probleme, qualifiziertes Personal zu finden.

100 offene Stellen

„Der Arbeitsmarkt hat sich hier sehr verändert. Vor 30 Jahren sind die Mitarbeiter Schlange gestanden, jetzt müssen wir extrem werben, um überhaupt welche zu bekommen und zu halten“, schildert Attensam. Ende September gab es rund 100 offene Stellen im Unternehmen. „Wer arbeiten will, bekommt einen Job“, verspricht der Firmenchef.

Im Vorjahr beschäftigte Attensam im Jahresschnitt 1.372 Mitarbeiter, aber keinen einzigen Lehrling. „Wer will schon gerne Schneeschaufler werden?“, nennt Attensam selbst einen Grund. Hohe Fluktuation, schlechtes Image, unattraktive Arbeitszeiten und zu wenig Ganzjahresbeschäftigung machen die Branche unattraktiv. Attensam will mit mehr internen Schulungen und „fairer Entlohnung“ gegensteuern. Für den Winterdienst sollen vermehrt Landwirte angeheuert werden.

Attensam betreut österreichweit 21.300 Liegenschaften und hat 20 Niederlassungen. Geplant ist eine weitere im Burgenland. Eine Expansion ins Ausland steht derzeit nicht zur Debatte.

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