Wirtschaft atmedia
09/30/2009

Zur Räson bringen

at // Der Auftakt ist gemacht. Gestern gingen in Wien die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter österreichischer Druckereien auf die Strasse um für einen einheitliche Kollektivvertrag für alle Druckereibeschäftigten, Nachtzuschläge, Biennalsprünge, Mehrwerkezuschläge, eine 37-Stunden-Woche sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu streiken.

Gelduld am Ende

"Unsere Gewerkschaft war in den bisherigen Verhandlungen mehr als geduldigt", rechtfertigt Franz Bittner stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft GPA djp die eingeleiteten Maßnahmen. Die Arbeitnehmervertreter werfen dem Verband Druck & Medientechnik vor, den bereits ausverhandelten Kollektivvertrag für Tageszeitungen, Rollen- und Bogendruck nach siebenmonatiger Verhandlungszeit und 15 Verhandlungsrunden nicht zuzustimmen. Nun ist die Gewerkschaft am Ende ihrer Geduld angelangt. "Dieser Konflikt hat für uns besondere Bedeutung, weil verhindert werden muss, dass dieses Verhalten Schule macht. Manche Unternehmen wollen offenbar die Gunst der Stunde nutzen, um Strukturen der sozialpartnerschaftlichen Konfliktlösung nachhaltig zu zerstören", kritisiert der GPA-djp-Vorsitzende Wolfgang Katzian. Die gestrige Demonstration war der Auftakt zu einem mehrwöchigen Arbeitskampf. Lenken die Arbeitgeber nicht ein, droht die Gewerkschaft mit einem bundesweiten Streik.

Gewerkschaft GPA-djp
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