Wired Magazin reduziert Print-Auftritt

Das Cover der deutschen „Wired“ zeigt den Schriftzug vor dem Hintergrund von Haut und Texten über Datenschutz.
Der Condé Nast Verlag verlagert die Wired-Publikationstätigkeit von Print stärker in Richtung Digital.

Condé Nast schärft das Markenkonzept von Wired Deutschland. Die sich damit anbahnenden Veränderungen bringen Erweiterung und Reduktion. Verringert wird die bisherige Erscheinungsweise des gedruckten Magazins von zehn auf vier Ausgaben im Jahr 2016. In den dann erscheinende quartalsweisen Ausgaben werden Themen-Specials zu, wie es heißt, "aktuellen Innovations- und Transformationstrends in gesellschaftlich bedeutenden Bereichen, wie Mobility, Finanzen und Arbeit kommen. Im Gegensatz zu Print soll das digitale Publizieren via Wired.de ausgedehnt und die digitalen Inhalte ausgebaut werden. Die erwähnten Themen-Specials werden durch korrespondierende Schwerpunkte auf Wired.de und mit Live-Formaten wie zum Beispiel Konferenzen oder Wired-Campus-Workshops begleitet.

Der Verlag intensiviert überhaupt die medialen Nebengeschäfte rund um die Marke. Neben dem Ausbildungsangebot Wired Campus und den Wired Conferences werden ab 2016 auch Beratungsleistungen für Organisationen und Unternehmen angeboten. Das Ausbildungs-, Konferenzen und Beratungsangebot ist dann in der Unit Wired3C - 3C steht für Campus, Conferences und Consulting - gebündelt.

Das Konzept dahinter, wird als Verzahnung von Stärken der drei Ebenen Print, Digital und Event ausgewiesen. Oder wie es Moritz von Laffert, Herausgeber Condé Nast Deutschland, ausdrückt: "Für eine Medienmarke mit 'digitaler DNA' wie Wired liegen die größten Erlöspotentiale in Feldern abseits der bekannten Pfade".

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