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"Wild Girls" Kritik
07/11/2013

Mit dem Trolley durch die Wüste

RTL schickte für sein neues Trash-TV-Format "Wild Girls" zwölf "Luxusladys" in die namibische Wüste.

von Mathias Morscher

Man hat’s nicht leicht in der Sommerloch-Quoten-Schlacht. Laue Abende ziehen die Menschen weg von der Flimmerkiste, raus ins Freie. Also was tun? Richtig, man schickt einfach zwölf Frauen nach Afrika und lässt sie diverse Aufgaben erfüllen – in High Heels. Das klingt nicht nur nach dem "Dschungelcamp", es ist praktisch dasselbe Konzept. Australien wich zwar Afrika und aus den Campern wurden "Wüstenmäuse", aber sonst blieb alles beim Alten. Soll heißen, Trash-TV pur mit Fokus auf Zickereien und Brüste. Nichts, was man sehen muss, aber natürlich kann. Mit von der Partie ist auch die österreichische Travestiekünstlerin Conchita Wurst.

Was geschah in Folge eins?
Am Mittwochabend stellen sich die zwölf Damen um 21.15 auf RTL zuerst vor – ein paar davon kennt man tatsächlich vom vorhergehenden "Promi"-Formaten – und wundern sich anschließend, dass sich ein Trolley nicht unbedingt für den sandigen Wüstenboden eignet. Trotzdem laufen die Grazien für die erste Aufgabe quer durch die Pampa ins nächste Dorf. Kaum angekommen, fließen auch schon die ersten Tränen. Warum, weiß niemand so genau. Hauptsache es werden Emotionen - in diesem Fall von Ingrid Pavic - gezeigt .

Das Treffen der Kulturen scheint jedenfalls harmonisch abzulaufen, besonders Conchita Wurst versteht sich hervorragend mit den fremden Damen und Herren in dem namibischen Dörfchen.

Anschließend müssen die „Wüstenmäuse“ beim Schlachten einer Ziege zusehen und wieder kullern Tränen über diverse Wangen. Am Abend sitzt man noch ein wenig am „romantischen“ Lagerfeuer und lauscht dem Schnarchen der anderen. Das war’s dann auch schon, weiter geht es nächste Woche mit Ziegen-Einfangen und der ersten Rauswahl - anders als beim "Dschungelcamp" darf aber nicht das Publikum bestimmen, wer geht. Die Kandidatinnen müssen sich gegenseitig eliminieren. Zickenkrieg vorprogrammiert.

Fotos der ersten Episode

Das "beste" Zitat der Episode:
"Hey Alter, hier wird’s noch Mord und Tortenschlag geben, hier wird’s richtig abgehen in der Dings." (Sara Kulka)

Die sympathischste Luxusdame der Episode:
Conchita Wurst. Sie beweist Intelligenz, kommuniziert mit Händen und Füßen und schafft es, Eindruck bei den Einheimischen zu hinterlassen – zumindest wirkt es so.

Wie es bei den Zusehern ankam:
Schlecht, nur 1,51 Millionen 14- bis 49-Jährige sahen die Premiere am Mittwoch in Deutschland. Das ergibt einen schwachen Marktanteil von 14,6 Prozent. Im Vergleich sahen das letzte „Dschungelcamp“-Finale 8,76 Millionen Zuschauer, das entspricht einem Marktanteil von 34,6 Prozent. Hierzulande wollten 131.000 Österreicher die Show sehen.

Info: "Wild Girls - Auf High Heels durch Afrika" jeden Mittwoch, 21:15 Uhr auf RTL. Alle Infos zur Show finden Sie hier.

Die zwölf Damen

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