Wirtschaft atmedia
09/16/2013

Wiedergeburt einer Zeitung

deIn der von fortwährenden Unkenrufen begleiteten Ära des Zeitungswandels kann es auch zu Ereignissen, die sich gegen die Laufrichtung bewegen und Seltenheitswert haben, kommen. Ein solcher ist die Wiedergeburt des Darmstädter Tagblatts. Die Zeitung wird es ab 19. September 2013 wieder geben und sie erscheint erstmals wieder nach deren Einstellung durch das Darmstädter Echo im Jahr 1986. In diesem Jahr endete eine Zeitungsära, die 1738 begann. Allerdings wird Darmstädter Tagblatt künftig zunächst als Wochen- und Gratiszeitung herausgegeben und nicht als Tageszeitung wiederkehren..

Für die Wieder- und Neuveröffentlichung des traditionsreichen und geschichtsträchtigen Zeitungstitels ist MP:M Markplatz Medien verantwortlich. Das Unternehmen beginnt, gleichzeitig mit der Rückkehr des Darmstädter Tagblatt einen Marktplatz, die sogenannte Südhessen Kombi zu etablieren, die im Verbund mit 20 Anzeigenblättern und lokalen Abo-Zeitungen eine Auflage "von über 540.000 Stück" erreicht. Das Darmstädter Tagblatt trägt mit einer Auflage von 92.000 Stück zu dieser Reichweiten-Kombi bei.

Das Neuerscheinen des Darmstädter Tagblatt ist einem Rechtsstreit zu verdanken, der sich um die gerichtliche Untersagung der Verwendung von Darmstädter Zeitung sowohl für MP:M als auch dem Darmstädter Echo dreht. Ursprünglich sollte am 19. September die von MP:M gemachte Gratiszeitung Darmstädter Zeitung erscheinen. Dem wollte Darmstädte Echo mit entsprechend betitelten Seiten in einem, von dem Medienunternehmen herausgegebenen Anzeigen-Blatt zuvorkommen. Der dadurch vom Zaun gebrochene Rechtsstreit endete in einem Vergleich und der darin vereinbarten Verwendungsfreiheit von Darmstädter Tagblatt durch MP:M sowie dem nun anstehenden Zeitungslaunch.

Die Gratis-Wochenzeitung wird unter der Herausgeberschaft des MP:M-Gesellschafters Helmut Marktwort, der einstens als Volontär der Tageszeitung arbeitet, neu im regionalen Markt etabliert.

Das Darmstädter Tagblatt wird durch Anzeigen finanziert und basiert auf dem Redaktionskonzept der seit eineinhalb Jahren erschienen Zeitung für Darmstadt, deren Macher, Sandra Russo und Arthur Schönbein, als Mitgesellschafter von MP:M die mediale Verantwortung für die Wochenzeitung übernahmen.

Damit setzt sich nach 27-jähriger Unterbrechung die Geschichte eines Jahrhunderte alten Regional-Zeitungstitels fort.

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