Wirtschaft atmedia
08/17/2011

Telekom Austria Group-Ergebnis negativ

euVon einem Umsatzrückgang, einem verschlechterten EBITDA-Ergebnis, einem Mitarbeiter-Wachstum und einem Netto-Ergebnis das vom ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 von 159,9 auf minus 59,2 Millionen Euro sinkt, ist der soeben veröffentlichte Zwischenbericht der Telekom Austria Group kennzeichnet. Im Gesamtkontext mit den zusätzlichen, belastenden Fakten aus der jüngeren Vergangenheit des Konzerns, die ans Tageslicht kamen, ist das Halbjahres-Ergebnis kein Anlaß für eine Feierstunde.

Der Vorstand spricht angesichts des Ergebnisses von "erfreulichen operativen Erfolgen unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das von intensivem Wettbewerb und strenger Regulierung gekennezeichnet ist".

Der Umsatz ging um 2,9 von 2,295 auf 2,227 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte EBITDA reduzierte sich um 7,8 Prozent von 843,4 auf 777,6 Millionen Euro. Die Investitionen wurden im Vergleichszeitraum um 6,5 Prozent von 296,5 auf 277,1 Millionen Euro reduziert.

Konvergenz-Produkte florieren

Als positiv hob der Telekom Austria Group-Vorstand die "steigende Zahl der Mobilfunkkunden und das Volumen der transportierten Daten" hervor. In Österreich wirke sich der Marken-Relaunch positiv auf die Nachfrage nach konvergenten Kombi-Angeboten aus. So hätte die Zahl der Kunden die derartige Kombis von A1 beziehen die Eine-Million-Grenze überschritten. Weiters wird die Geschäftsentwicklung der Töchter in Slowenien, Serbien und Mazedonien - steigende Kundenzahlen und Durchschnittsumsatz-pro-Kunden-Niveaus - als "besonders erfreulich" ausgewiesen.

Negativ auf das Gruppen-Ergebnis wirkten sich der Restrukturierungsaufwand in Österreich und die Währungsabwertung in Weissrussland aus. Umsatz- und Ergebnisrückgang liegen im Bereich der Erwartungen des Vorstandes, wie der vom Aufsichtsrat für weitere fünf Jahre als Vorstand bestätigte CFO Hans Tschuden erklärt.

Eigenkapital-Entwicklung besorgniserregend

Weniger abgeklärt als Tschuden reagierte die Personalvertretung auf das Halbjahres-Ergebnis. Sie bewertet das Ergebnis als "sehr besorgniserregend" und aufgrund der "schwierigen Umfelder in Bulgarien, Kroatien, aber vor allem Weißrussland massiv belastet".

Die Personalvertretung hält als "unter diesen Gesichtspunkten als für notwendig, die derzeit verfolgte Finanzpolitik neu zu überdenken". Alexander Sollak, Vorsitzender Personalvertretung: "Ein operativ gutes Unternehmen wird durch die falsche Finanzpolitik auf immer wackligere Beine gestellt. Dividendenausschüttungen die wesentlich höher ausfallen als die Jahresgewinne sind speziell in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld und in einer angespannten Wirtschaftslage sehr gefährlich." Sollak macht darüber hinaus die "Eigenkapital-Entwicklung große Sorgen".

Telekom Austria Group/Ergebnis 1. Halbjahr 2011
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