© APA/HERBERT PFARRHOFER

Gerichtsurteil
08/17/2013

"taz" muss Sarazzin 20.000 Euro Entschädigung zahlen

Der streitbare deutsche Ex-Banker hatte die Berliner „tageszeitung“ wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechtes geklagt.

Thilo Sarazzin stand seit dem Erscheinen seines Buches „Deutschland schafft sich ab“ (2010) immer wieder in der öffentlichen Kritik. Eine Kolumne in der "taz" ging dem streitbaren Ex-Banker Thilo Sarazzin vergangenes Jahr jedoch zu weit. Er klagte die Berliner "tageszeitung" wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts. Das Landgericht Berlin verurteile die Zeitung nun zu einer Entschädigung in der Höhe von 20.000 Euro. Wie deutsche Medien am Freitag berichteten, dürfe die Kolumne zudem nicht weiter verbreitet oder veröffentlicht werden.

In der Kolumne vom 6. November war irrtümlicherweise behauptet worden, Sarazzin habe wegen eines Schlaganfalls eine halbseitige Gesichtslähmung erlitten. Wie Welt.de berichtet, habe der Autor Deniz Yücel Sarrazin zudem indirekt einen weiteren Schlaganfall gewünscht. Die "taz" habe außerdem eine ursprünglich in der "Frankfurter Rundschau" verwendete Formulierung aufgegriffen, in der Sarrazin als "lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur" bezeichnet wurde.

Wie das Branchenblatt meedia.de berichtet, hatte der deutsche Presserat die Kolumne bereits Ende vergangenen Jahres missbilligt. Dort hatten sich nach Erscheinen der Kolumne, die auf der Webseite der "taz" veröffentlicht worden war, 25 Leser beschwert.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.