Wirtschaft | atmedia
06.11.2015

Speichermedienabgabe: 2,50 pro Handy, 5 Euro pro PC

Einigung zwischen Verwertungsgesellschaften und Wirtschaftskammer

Bei der Einführung der Speichermedienabgabe in Österreich blieb eine Frage offen: Wie viel denn nun die Kunden pro Handy oder PC zusätzlich als Abgabe an die Künstler bzw. die Verwertungsgesellschaften zahlen müssen. Die Verhandlungen darüber zwischen Wirtschaftskammer und Verwertungsgesellschaften sind nun abgeschlossen.

Laut KURIER-Informationen betragen die Zusatzkosten pro Handy 2,50 Euro, pro PC 5 Euro, pro Tablet 3,75 Euro, pro externer Festplatte 4,50 Euro und pro Speicherkarte 0,35 Euro. Auf eine Smart Watch wird ein Euro aufgeschlagen.

Diese Tarife gelten bis 31. März 2017 und sollen dann evaluiert werden. Danach könnten eventuell neue Verhandlungen über die Höhe der Speichermedienabgabe (früher Festplattenabgabe genannt) stattfinden. Die Einnahmen dürfen laut dem novellierten Urheberrecht 29 Millionen Euro pro Jahr nicht übersteigen.

Kernstück

Paul Fischer, Leiter der Abteilung Privatkopievergütung der Verwertungsgesellschaft austromechana, bestätigte die prinzipielle Einigung gegenüber dem KURIER. "Es gibt eine vorläufige Einigung zwischen den Verwertungsgesellschaften und der Wirtschaftskammer über die Tarife zur Speichermedienabgabe. Der Vertrag muss noch ausgearbeitet werden, aber das Kernstück ist geschafft."

Diese ausverhandelten Tarife liegen "weit unter den Szenarien, die die "Plattform für modernes Urheberrecht" oder die Mobilfunkbetreiber noch vor dem Sommer genannt haben. Damals war die Rede von 60 Euro pro Handy, wenn wir jetzt 2,50 Euro haben, ist das natürlich kein Vergleich", so Fischer. Die Verhandlungen waren "von freundschaftlichem Ernst" getragen.