Wirtschaft atmedia
07/12/2013

Social-Media-Affinität in Österreich ausbaufähig

at, euÖsterreicher und Deutsche weisen, verglichen mit dem übrigen Europa, die höchsten Facebook-Verweigerungsraten auf. Das kann sowohl ein Zeichen für Rückständigkeit als auch für Klugheit stehen. Aus der Perspektive der Privatheit und der Sorgfaltspflicht im Umgang mit veröffentlichten, persönlichen Inhalten ist diese Zurückhaltung als smart zu bewerten. Aus dem Blickwinkel eines zeitgemäßen und fortschrittlichen Kommunikationsverhaltens betrachtet, ist die deutsche und österreichische Facebook-Widerständigkeit der Spiegel für die Konservatismen der jeweiligen Kommunikationskulturen.

Social Media in Europa - Facebook-Verweigerer - Nie-Nutzer in Prozent

  • Deutschland - 35 Prozent
  • Österreich - 34 %
  • Frankreich - 31 %
  • Luxemburg - 28 %
  • Niederlande - 27 %
  • Großbritannien - 25 %
  • Belgien - 24 %
  • Polen - 21 %
  • Italien - 19 %
  • Spanien - 13 %
  • Rumänien - 10 %
  • Türkei - 6 %
  • Europa-Durchschnitt - 22 %
    Quelle: ING-DiBa; ING International Survey IIS, Ipsos

Während der Europa-Schnitt für Facebook-Verweigerung derzeit bei 22 Prozent liegt, bewegt sich dieses Niveau in Österreich bei 34 und in Deutschland bei 35 Prozent. Wodurch sich beide Kommunikationsländer von ING-DiBa als "weniger Social-Media-affin" punzieren lassen.

Die Direktbank liefert diese Ergebnisse, die aus einer internationalen von Ipsos durchgeführten Studie stammen.

Und darin geht es nicht nur um Verweigerer sondern auch um Social Media-Nutzer. Denn auch in der täglichen Facebook-Nutzung bekleckern sich Österreicher und Deutsche nicht mit aktivem und interaktivem Ruhm. Auch hier liegen die Netzwerk-Aktivitäten deutlich hinter dem europäischen Durchschnitt und klarerweise auch eklatant hinter den europaweit am intensivst Facebook nutzenden Türken.

Facebook in Europa - Intensive-Nutzung (mehrmals täglich) in Prozent

  • Türkei - 51 Prozent
  • Rumänien - 39 %
  • Italien - 36 %
  • Luxemburg - 33 %
  • Frankreich - 32 %
  • Spanien - 31 %
  • Niederlande - 31 %
  • Belgien - 30 %
  • Großbritannien - 29 %
  • Österreich, Deutschland, Polen - 24 %
  • Europa-Durchschnitt - 33 %
    Quelle: ING-DiBa; ING International Survey IIS, Ipsos

ING-DiBa zeigt aber auch, dass nicht nur Facebook von dieser in Österreich mässig ausgeprägten Social Media-Affinität betroffen sondern auch andere Networks wie Twitter oder LinkedIn. Hierfür wird in der Studie eine Nichtnutzung von im Ausmaß 80 Prozent für Österreicher ausgewiesen.

Burgenländer, Salzburger und Steirer werden in dieser Studie als am Facebook resistentesten sowie Vorarlberger und Tiroler als die das Netzwerk am häufigsten nutzenden Menschen geführt.

Die so charakterisierte Social-Media-Affinität in Österreich impliziert wiederum für ING-DiBa relevante Verhalten in individuellen Finanzfragen. Hier reicht das Spektrum von Vorsicht bis Ablehnung. Österreicher sind in ihrer persönlichen Finanzkommunikation konservativ und vertrauen auf die innerhalb ihrer Familien und ihres Freundeskreises an den Tag gelegte Vernunft.

Facebook-Verweigerung in Österreich nach Bundesland (in Prozent)

  • Burgenland - 45 Prozent
  • Salzburg - 41 %
  • Steiermark - 40 %
  • Niederösterreich - 36 %
  • Oberösterreich - 33 %
  • Wien - 31 %
  • Kärnten - 27 %
  • Tirol - 26 %
  • Vorarlberg - 26 %
    Quelle: ING-DiBa; ING International Survey IIS, Ipsos
Siehe dazu: ING-DiBa
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