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Medienpolitik
03/14/2014

Saudi-Arabien verlangt Schließung von "Al-Jazeera"

Ein Informant berichtet über eine hitzige Sitzung des Golfkooperationsrats.

Saudi-Arabien hat Katar nach Aussage eines Informanten zur Schließung des TV-Senders Al-Jazeera aufgefordert. Außenminister Saud al-Faisal habe bei der Sitzung des Golfkooperationsrats Anfang März zudem verlangt, dass zwei Forschungseinrichtungen in Katars Hauptstadt Doha geschlossen würden, hieß es am Freitag aus Teilnehmerkreisen des Treffens.

Katars Außenminister Chaled al-Attijah habe diese Forderungen als "Einmischung in die inneren Angelegenheiten Katars" zurückgewiesen.

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain hatten nach der hitzigen Gesprächsrunde am 5. März ihre Botschafter aus Doha abgezogen. Hintergrund des in der Geschichte des Golfkooperationsrats bisher einzigartigen Schritts war ein Streit mit Katar vor allem über dessen Unterstützung für die islamistische Muslimbruderschaft in Ägypten. Katar unterstützt die Muslimbrüder, während Riad, Abu Dhabi und Manama politisch und finanziell hinter der neuen Regierung in Kairo stehen.

Nach Aussage des anonymen Informanten warf al-Faisal Al-Jazeera vor, Aufruhr zu provozieren. In Ägypten stehen derzeit mehrere Journalisten des Senders vor Gericht. Sie werden beschuldigt, einseitig und parteiisch über die Proteste der Muslimbrüder berichtet zu haben.

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