Wirtschaft atmedia
09/06/2011

Privatsender für Haushalts-Rundfunkgebühr

atÖsterreich soll dem deutschen Vorbild folgen und eine für alle Haushalte verbindliche Rundfunkgebühr einführen. Die Forderung erheben versierte Medienpolitiker und weisen darauf hin, dass es in diesem Falle zu einem Gebührensplit kommen sollte. Nicht alle Erlöse aus dieser Pauschal-Abgabe sollen dem ORF sondern auch den Privatsender zugutekommen.

Unfreiwilliger Schulterschluß

Darum unterstützt der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) diese Haushaltsgebühr. Public Value lautet der Begriff der die Privaten und den ORF ausnahmsweise einmal eint obwohl dieser Schulterschluß am Küniglberg nicht so gerne gemacht wird.

"Es wäre sinnvoll, die Ausschüttung der Rundfunkabgaben von den erbrachten Leistungen abhängig zu machen und all denjenigen zukommen zu lassen, deren Programmangebot einen besonderen öffentlichen Mehrwert, einen Public Value bietet", unterstreicht VÖP-Vorsitzender Klaus Schweighofer das Ansinnen. Zwei zentrale Gründe werden dafür genannt: der ORF macht mit sicheren Gebührenzahler-Erlösen kommerzielles Fernsehen und die Privatsender müssen für jeden Euro und Cent einer vom Staat bezogenen Förderung nachweisen, dass sie diese in Inhalte investieren, die einen Public Value haben.

Werbefreier ORF

Logischer Schluß dieser Argumentation ist, dass Public Value im TV gebührenfinanziert sein und der ORF den Fährnissen des Marktes entwunden werden soll und gebührend öffentlich-rechtlich in die Zukunft geführt wird. Während sich die Privatsender in den Wogen, Ebben, Flauten und Fluten des Marktes behaupten. Der ORF muss im Idealfall so der Verband werbefrei und klar öffentlich-rechtlich positioniert sein.

Kommt es irgendwann zur allgemeinen Rundfunkgebühr-Pflicht könnten auch Bund und Länder, wenn es, im Falle einer erhöhten Rundfunkgebühr, die ja ORF-Generaldirektor nicht nur will sondern einfordert, zu einer wie jetzt üblichen Gebühren-Verteilung kommt, von Mehreinnahmen profitieren.

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