Wirtschaft atmedia
08/14/2013

Marketing-Effizienz ist verbesserungswürdig

de"Bis zu 40 Prozent des Marketing-Budgets werden in Unternehmen nicht sinnvoll eingesetzt." Das ist das Kernergebnis einer Analyse des Performance Marketing-Unternehmens eprofessional, die auch Eigeninteressen in sich birgt. Diese Marketingbudget-Ineffizienz wird von Online-Marketing-Experten attestiert. Von den, von eprofessional 123 Befragten, erklären 20 Prozent, dass "30 bis 40 Prozent" der Werbegelder in Unternehmen nicht wirksam genugt eingesetzt werden.

31 Prozent beziffern den nicht zielführend erfolgenden Marketinggelder-Einsatz mit "20 bis 30 Prozent". Und 26 Prozent der Befragten grenzen dieses Effizienz-Defizit auf "10 bis 20 Prozent" ein.

Was in dieser Betrachtung zur Folge hat, dass 77 Prozent der befragten Experten der Ansicht sind, dass Marketingausgaben in signifikanter Grösse "verschwendet" werden.

Wodurch sich wiederum Henry Ford posthum neuerlich bestätigt sehen kann, der ja einstens erklärte: 50 Prozent meines Werbebudgets ist hinausgeworfenes Geld. Niemand kann mir allerdings sagen, welche 50 Prozent das sind.

Zwei wesentliche Gründe werden für den ineffektiven Mitteleinsatz genannt:

Die nicht ganzheitliche Betrachtung erhobene Marketing-Kennzahlen sowie von Kampagnen- und Kundendaten sind für 61 Prozent und interne Machtkämpfe in Unternehmen sind für 43 Prozent der Befragten entscheidend für die ineffiziente Budgetverteilung.

Letzteres lässt sich, wie Michael Hartwig, Geschäftsführer von eprofessional erklärt, durch die Schlagworte "Silodenken" und "Platzhirsch-Gehabe" skizzieren. Dazu gesellen sich Know-how-Mängel. "Die Befragten vermuten, dass Budgets falsch eingesetzt werden, da verantwortliche Entscheider mitunter gar nicht wissen, was die einzelnen Marketing-Kanäle und -Technologien tatsächlich leisten können", setzt Hartwig die Interpretation der Befragungsergebnisse fort.

Dem gegenüber steht die Herausforderung, die unter dem Buzzword Big Data Wahrnehmung für sich beansprucht und schlichter als Datenflut apostrophiert werden kann. Auch Marketing-Entscheider stehen mittlerweile Daten ohne Ende gegenüber. 82 Prozent der Befragten klassifizieren die Bewältigung dieser Datenflut als "derzeit grosse bis sehr grosse Herausforderung".

Angesichts dieser Sisyphus-Arbeit hat das Thema Attributionsanalyse und -modellierung noch nicht den Stellenwert den es haben sollte, diagnostizieren die von eprofessional Befragten.

Hartwig stellt zur Marketingmittel-Verteilung Folgendes fest: "Allein wenn man von 25 Prozent nicht sinnvoll eingesetzten Werbebudgets ausgeht, sprechen wir hier konservativ geschätzt von 6,6 Milliarden Euro, die falsch (in Deutschland; Anm. d. Red.) investiert sind."

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