Wirtschaft atmedia
12/02/2010

Kompetenzlücken in Social Media-Strategien

int"Die Herausforderung für Unternehmen im Umgang mit Social Media liegen im Verständnis dafür, wie Social Media funktioniert und wie man die nötigen Kompetenzen erlangen kann, um kohärente Strategien zu entwickeln", fasst Jorn Lyseggen, CEO der meltwater group die Ergebnisse der internationalen Studie Future of Content zusammen. Anspruch und Wirklichkeit im Einsatz und Umgang mit Social Media klaffen auseinander, zeigt die meltwater-Studie.

Learning on the job

Unternehmen weltweit stehen mit ihren Network-Aktivitäten noch am Beginn und lernen durch Tun, wie sie geeignete Inhalte erzeugen, verbreiten und effektiv mit Zielgruppen in Kontakt treten. Explizite Strategien sind etwa bei 36 Prozent deutschen Unternehmen festzustellen. Der internationale Schnitt liegt bei 46 Prozent.

Social Media wird von 45 Prozent deutschen Unternehmen (international: 52 Prozent) als integraler Bestandteil ihrer Marketing-Akivitäten und von 59 Prozent als Chance gesehen. Bei 68 Prozent (international: 79 Prozent) ist die Kommunikationsdisziplin im Marketing angesiedelt. Bei 62 Prozent der von meltwater befragten Unternehmen wird Social Media-Kommunikation von jenen Mitarbeitern gemacht, die Enthusiasmus und Freude daran mitbringen. Der internationale Schnitt liegt bei 52 Prozent. Die Social Media-Verantwortung liegt bei 20 Prozent der Betriebe bei jenen Mitarbeitern, die auch spezifische Fähigkeiten hierfür aufweisen. Hier liegt der internationale Mittelwert bei 32 Prozent.

Herausforderung Messung und Bewertung

Kompetenzlücken kennzeichen diesen Beginn. Die größten Schwierigkeiten liegen in der nachhaltigen Messung und Bewertung von Social Media-Maßnahmen. Laut meltwater stehen Unternehmen vor der Herausforderung interessante und neue Inhalte zu produzieren, Zeit und Ressourcen zu investieren und Messungen zu etablieren, mit denen sowohl Effekte auf die Erreichung von Kommunikationszielen als auch der Return-on-Investment (ROI) ermittelt werden können.

43 Prozent der befragen Unternehmen in Deutschland halten die Messung des ROI von Social Media-Aktivitäten als schwierig und nur elf Prozent sind mit den vorhandenen Messmöglichkeiten gänzlich zufrieden.

Riskante Übergangsphase

Die genannten Hürden und Herausforderungen überlagern mittlerweile die Begeisterung für Social Media-Marketing. Lyseggen: "Marketing-Verantwortliche in Unternehmen weltweit ringen damit, das Potenzial von Social Media nutzbar zu machen und ihrem Geschäftsbereich den Wert und die Bedeutung sozialer Medien zu vermitteln. Interessanterweise hängen die Herausforderungen, mit denen sich Marketing-Manager konfrontiert sehen, nicht mit Kosten und Budgets zusammen." Die derzeitige Übergangsphase birgt Risiken. Ohne schlüssiger Messung der Effektivität von Social Media-Aktivitäten sind die sukzessive steigenden Investitionskosten nicht schüssig rechtzufertigen.

atmedia.at

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