Herausgeberin Eva Dichand will die Gespräche mit potenziellen Investoren für "Heute"-Digital bis Jahresende abschließen

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06/10/2015

Investor vor Einstieg bei Heute

Eva Dichand bestätigt Verhandlungen über eine Beteiligung und Ausgliederung des Digital-Bereichs

Bei der Gratiszeitung Heute gibt es Anteilsverschiebungen unter den Eigentümern. Die Periodika Privatstiftung hat ihren Anteil von 26 auf 49 Prozent erhöht, im Gegenzug reduzierte die von Heute-Herausgeberin Eva Dichand kontrollierte Pluto Privatstiftung ihren Anteil von 74 auf 51 Prozent.

Hintergrund der Verschiebungen ist laut Eva Dichand die bevorstehende Beteiligung eines Investors. "Wir verhandeln derzeit mit einem ausländischen Medienkonzern", sagte Dichand der APA. "Ein großer europäischer Verlag, ein großes Medienhaus" wollte ursprünglich Anteile am Heute-Verlag kaufen, nun sei man "in Endverhandlungen" über eine Beteiligung und Ausgliederung des Digital-Bereichs von Heute. "Vielleicht wird das auch eine Mehrheitsbeteiligung", erklärte die Heute-Chefin. Die doch nicht übernommenen Anteile am Heute-Verlag AHVV habe schließlich die Periodika Privatstiftung gekauft.

Die neuen Beteiligungsverhältnisse, die laut Dichand schon vor längerer Zeit geändert wurden und von denen der Standard berichtet hatte, finden sich auch im Internet-Impressum. Demnach besitzt die Ultimate Media Beteiligung- und Management GmbH 100 Prozent an der AHVV Verlags GmbH. An der Ultimate Media hält wiederum Dichands Pluto Privatstiftung 51 Prozent und die Periodika Privatstiftung mit den Vorständen Wolfgang Jansky, Günther Havranek, Marjan Pavusek und Katja Deutsch 49 Prozent.

Frechheit

Dass der Standard die Beteiligungsänderung mit der Schlagzeile "Mehr Rot, weniger Dichand" aufgemacht hatte, verärgerte Dichand hörbar. "Eine Frechheit. Reine Erfindung."

Zumindest zwei der Periodika-Vorstände, nämlich Heute-Geschäftsführer Jansky - einst Pressesprecher des heutigen SPÖ-Chefs und Bundeskanzlers Werner Faymann - sowie der Wiener Wirtschaftstreuhänder Havranek gelten als bestens in der SPÖ verankert. Dichand: "Es gibt keine Verbindung zur SPÖ. Die Periodika wird auch nicht von Sozialdemokraten geleitet, sondern von Personen, die keiner Partei angehören. Es gab auch seit der Heute-Gründung keine anderen Eigentümer als Pluto und Periodika. Das wurde alles von der Bundeswettbewerbsbehörde geprüft. Und ich habe weiter die Mehrheit und bin allein zeichnungsberechtigt."

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