Wirtschaft atmedia
08/20/2009

Gegen tapsigen Laienjournalismus

de // Auch Bodo Hombach tritt nun offen für Paid Content ein. Der Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe schließt nun zu Springer-CEO Mathias Döpfner und Verleger Hubert Burda auf und argumentiert, dass "ein Journalismus, der nichts kosten darf, teuer bezahlt ist".

Pressuregroups Paroli bieten

Hombach plädiert, im Hinblick auf die demokratiepolitische Bedeutung von Medien, für die Bezahlung von Inhalten im Internet, um damit "unabhängigen, glaubwürdigen, investigativen Journalismus" für eine "freie und offene Bürgergesellschaft" zu ermöglichen. Für den WAZ-Geschäftsführer funktioniert eine Demokratie nicht, wenn es keine Medienunternehmen gibt "die sich die Qualitätssicherung ihrer Produkte etwas kosten lassen und im Konfliktfall den Pressurgroups kompetent und gelassen Paroli bieten". Hombach kritisiert, dass Professionalität und geistige Leistung nichts kosten sollen. Stattdessen geht immer mehr Zeit für kostenlosen "tapsigen Laienjournalismus" drauf.

epd medien