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Jahrzehnte in Rot-Weiß-Rot
11/26/2013

Fortsetzung der ORF-Zeitgeschichtereihe

Ab Donnerstag werden die 80er-, 90er- und 2000er-Jahre aufgearbeitet - vom "Zerbröseln der Insel der Seligen" bis zu "Wendezeiten".

In der Fortsetzung der ORF-Reihe "Jahrzehnte in Rot-Weiß-Rot" stehen am Donnerstag (21.10 Uhr, ORF 2) die 80er-Jahre und damit ein "Zerbröseln der Insel der Seligen" im Fokus. Mit dem Image des "gemütlichen Österreichs" räumen Hainburg, Waldheim und Co grundlegend auf, wie ORF-Sendungsverantwortlicher Andreas Novak unterstreicht. In knapp 45 Minuten erhält man Einblicke in eine "Skandalrepublik".

So ist Regisseur Wolfgang Sticklers gesellschaftspolitische Betrachtung, der in den kommenden Wochen auch Episoden zu den 90er-und 2000er-Jahren folgen werden, übertitelt. "Die großen Themen sind von vornherein natürlich klar, aber jeder Schnitt hat wehgetan, wo man nicht in die entsprechende Tiefe gehen kann", erklärt Stickler der APA die mitunter schwierige Gewichtung. Ihn selbst fasziniert der "große Wandel, der stattfand": Globalisierung, der Start der Computerwelt und ein "Wandel von Ideologie zur Ökonomie".

"I Am From Austria"

Rund 15 Zeitzeugen und Experten hat Stickler zu den Aufregern des Jahrzehnts befragt und zusätzlich Szenen von rund 200 Kassetten aus dem Archiv zu einem eindrücklichen Kaleidoskop zusammengeführt. Womit Novak zufolge auch "das Stakkato in diesem Jahrzehnt" widergespiegelt wird. "Es war eine beschleunigte Zeit, wo unheimlich viel erodiert ist." Gleichzeitig spielt aber auch die Popkultur eine Rolle, von Falcos Triumphzug in die Charts bis zu Rainhard Fendrichs heimlicher Bundeshymne "I Am From Austria".

"Das Wachsen der Identität in Rot-Weiß-Rot" (Novak) führt der "Menschen & Mächte"-Dreiteiler am 5. Dezember mit Robert Gokls Episode zu den 90ern fort ("Auf dem Weg nach Europa"). "Tief eingeschrieben in das Selbstverständnis dieses Landes hat sich der Fall des Eisernen Vorhangs, dessen Folgen dann in diesem Jahrzehnt deutlich wurden", versucht sich der Regisseur an einer Zusammenfassung. Österreich wurde zu einem Einwanderungsland, ein Umstand, der zu heftigen Spannungen führte und letztlich zum dominierenden politischen Thema wurde, so Gokl.

Es folgen einerseits das Anti-Ausländer-Volksbegehren, Lichtermeer, EU-Beitritt und der Briefbomben-Terror, andererseits der Siegeszug des World Wide Web und DJ Ötzi. Zusätzlich zum Archivmaterial lässt Gokl u.a. Arabella Kiesbauer, Christina Stürmer, Alexander van der Bellen oder Astronaut Franz Viehböck zu Wort kommen. Am 12. Dezember bildet Peter Liskas "Wendezeiten" über die 2000er-Jahre den Abschluss der Reihe.

Nachdem die ersten drei Episoden zu den 50er-, 60er- und 70er-Jahren bereits diesen Oktober auf DVD erschienen sind, ist Novak zufolge auch eine Gesamtedition mit allen sechs Ausgaben der Zeitgeschichteserie geplant. Bei der Ausstrahlung im Herbst des Vorjahres erreichte der Dreiteiler durchschnittlich 541.000 Zuschauer bei einem Marktanteil von 20 Prozent.

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