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Super Bowl
02/03/2014

Vier Millionen Dollar für einen Werbeblock

Arnold Schwarzenegger, Bob Dylan, James Franco, die Muppets, Laurence Fishburne und David Beckham als Zugpferde für Bier-, Auto und Modekonzerne.

Die Super Bowl, das größte US-Sportereignis, war auch in diesem Jahr ein Festival der Stars - besonders in den Werbepausen. Rund 108 Millionen Zuschauer sahen Bob Dylan, David Beckham, James Franco und die Muppets in verschiedenen Spots für Autos, Unterwäsche und Bier. Bis zu rund vier Millionen Dollar (2,96 Mio. Euro) sollen die besten Werbeplätze während des Football-Endspiels gekostet haben.

Und auch die Produktionskosten der Spots bewegten sich im siebenstelligen Bereich: In einem der teuersten wirkte Österreichs Hollywood-Superstar Arnold Schwarzenegger mit. Die "Steirische Eiche" erinnerte in einem Bud-Light-Spot für die US-Brauerei Anheuser-Busch mit langer Blondhaar-Perücke und Stirnband an Schwedens Tennis-Ikone Björn Borg. Allerdings war der ehemalige Gouverneur von Kalifornien als Tischtennis-Spieler im Einsatz.

Folk-Musiklegende Bob Dylan warb in einem Spot für den US-Autobauer Chrysler, in dem auch Deutschland und die Schweiz eine Erwähnung fanden: "Lass die Deutschen dein Bier brauen, lass die Schweizer deine Uhr machen, lass dein Telefon in Asien bauen. Wir bauen dein Auto", sagte Dylan in dem gut zweiminütigem Werbefilm, der vor allem den Mythos Wiederauferstehung der Autostadt Detroit beschwor. Chrysler war nach der Bankenkrise in Insolvenz gegangen und musste ebenso wie General Motors mit Staatshilfen gerettet werden.

Doch nicht nur Chrysler-Autos fuhren in den Werbepausen durchs Bild. Unter anderem präsentierten auch Audi, Kia, Jaguar und Smart ihre neuen Modelle. Ford ließ dabei den Schauspieler James Franco mit einem Tiger auftreten, für Hyundai spielten die Muppets im Auto Musik und Hollywood-Star Laurence Fishburne ließ mit einer Hommage auf den Film "Matrix" ein verblüfftes Ehepaar die Vorzüge einer Kia-Limousine erleben.

In einem Spot für die Modekette H&M ließ Ex-Fußball-Star David Beckham die Hosen runter. Auch wenn der Engländer seine Sportkarriere bereits beendet hat, bleibt er in der Werbeindustrie ein beliebtes Zugpferd. Der Werbeclip zeigt den 38-Jährigen, wie er sich bei einem Fotoshooting selbst ausschließt, über Dächer klettert und bei seiner abenteuerlichen Rückkehr ins Studio seine Unterhose verliert.

Die Rockband U2 präsentierte in einem Film für die Bank of America ihren neuen Song "Invisible". Für jeden kostenlosen Download über Apples Online-Musikplattform iTunes während des Spiels versprach die Bank of America einen Dollar in den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids zu spenden.

Auch Schauspielerin Scarlett Johansson hatten ihren erwarteten Auftritt - dieser jedoch war heftig umstritten. Johansson bewarb die Marke Soda Stream, die Küchengeräte für Sodawasser herstellt und unter anderem in einer Fabrik im Westjordanland produziert. Johansson war für das Werbe-Engagement scharf von der Hilfsorganisation Oxfam kritisiert worden. Daraufhin hatte sie ihre Arbeit als Botschafterin für die Hilfsorganisation nach acht Jahren beendet.

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