Es wird zu viel Print gebucht

Sir Martin Sorrell, WPP Group-CEO. (c: bloomberg - tantussi michele)
euEs bestünde ein Missverhältnis zwischen den Media-Investitionen, die in Zeitungen und Magazine flössen und deren tatsächlicher Nutzung, konstatierte Martin Sorrell im Rahmen der derzeit laufenden FT Digital Media Conference 2013. Der CEO der WPP Group beziffert, dass "20 Prozent eines Media-Budgets in Printmedien investiert wird obwohl deren Medienzeit-Anteil sieben bis zehn Prozent der gesamten Mediennutzung eines Konsumenten ausmache". Sorrell empfahl Werbungtreibenden dieses Verhältnis in ihren künftigen Mediaplanungen zu berücksichtigen.

Und auch umd das Verhältnis Media-Spendings zu Nutzungszeit von Internet und Mobile stünde es nicht zum Besten argumentiert Sorrell. Hier würden, und er beruft sich auf die US-Relation, "für rund ein Drittel Mediennutzungszeit nur etwa 20 Prozent des Media-Budgets aufgewendet".

Sorrell bezifferte darüber hinaus, dass die WPP Group jährlich insgesamt rund 73 Milliarden US-Dollar weltweit in Media jeder Gattung investiert. Davon entfallen 40 Milliarden Dollar auf den US-Markt. Der größte Media-Kunde des Konzerns ist die News Corp., in deren Medien 2,6 Milliarden des WPP-Media-Volumens fließen. Dann kommt bereits Google. Dort werden von dem von Sorrell geführten Konzern 2 Milliarden Dollar pro Jahr investiert. Und es zeichnet sich ab, dass Google die News Corp. als größten WPP-Kunden demnächst ablösen wird.

Sorrell äußerte im Rahmen der Konferenz die Ansicht, dass "Google, Facebook und Twitter im Grunde Medien-Eigentümer sind, die sich als Technologie-Unternehmen maskieren".

Dazu: FT.com - TechBlog-Post Richard WatersGuardian.co.uk - Media

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