Wirtschaft atmedia
09/17/2009

Enquete: Tobias Schmidt (RTL)

at // Der Bereichsleiter Medienpolitik von RTL eröffnet sein Statement mit dem Hinweis, dass öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Europa einen Sonderstatus hat. Dieser Status hat seine Grenzen in einem Medienmarkt. "Das sozialpolitisch Gewollte und Erforderliche ist die Legitimierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und mündet in der Erbringung von publizistischem Mehrwert", definiert Schmidt.

Das Gebotene und das Mögliche

Er sieht den Auftrag des öffentlichen-rechtliche Rundfunks auf das "Gebotene" beschränkt und nicht mit dem "Möglichen" definiert. Das mündet bei Online-Angeboten in weitaus grösseren Schwierigkeiten als im TV. Schmidt: "Denn öffentlich-rechtliche Online-Angebote erschweren die Refinanzierung von privaten Online-Angeboten." Fazit: Öffentlich-rechtliche Online-Angebote sind nicht oder nur stark reguliert möglich. Schmidt plädiert daher für einen möglichst klar definierten öffentlich-rechtlichen Auftrag. Und bereits in dieser Auftragsdefinition muss eine Existenz privater Medien mitgedacht werden. "Es muss eine Balance geben in der sich öffentlich-rechtliche und private Sender nicht ausschließen", schließt Schmidt.

atmedia.at