Wirtschaft atmedia
09/17/2009

Enquete: Alexander Wrabetz (ORF)

at // Viereinhalb Stunden musste ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz darauf warten, um auf die Stellungnahmen und Argumente rund um das von ihm geführten Unternehmen zu reagieren. Er plädiert an das Plenum, die von den Vertretern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wie Markus Schächter, gemachten Aussagen in ihren Überlegungen zu folgen. "Dem ist nichts hinzuzufügen", sagt Wrabetz. Er bittet die Abgeordneten in ihrer politischen Willensbildung einerseits, die per Umfrage ermittelte Beliebtheit des ORF und seiner Programme als Willensbekundung der Österreicher zu berücksichtigen.

Keine Gebührenerhöhung

Andererseits soll die Legislative auch das Wettbewerbsfeld, das, so Wrabetz, im wesentlichen aus den Mitbewerbern RTL und ProSieben-Gruppe besteht, berücksichtigen. "Wir wollen die Gebühren nicht erhöhen", setzt Wrabetz fort und untermauert damit die Notwendigkeit einer "dualen Finanzierung" aus Gebühren und Werbung. Die wirtschaftliche Situation relativiert der ORF-Generaldirektor an absehbaren, seit 2001 bekannten Szenarien, die durch die Konjunkturentwicklung überraschend verschärft wurden. "Wir restrukturieren, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und wir redimensionieren", bekräftigt er. Wrabetz verspricht einmal mehr die oberste Management-Ebene um 25 Prozent zu verkleinern und die Verwendung der Gebühren so transparent wie möglich zu machen.

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ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz (Enquete-Rede) ORF.at