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Wirtschaft atmedia
01/22/2015

Chili.tv schärft VOD-Wettbewerb

Das italienische Video-on-Demand-Angebot Chili.tv expandiert und startet heute in Österreich.

Chili.tv steigt in den österreichischen und parallel dazu in polnischen Video-on-Demand-Markt ein. Für das italienische Technologie-Unternehmen, das seit dem Vorjahr unter Beteiligung von Private-Equity-Investoren aufgebaut und dessen Ziel eine Europa-Plattform ist und gegen Netflix in der Region antritt, ist das der erste Expansionsschritt aus dem Heimmarkt hinaus.

Chili.tvbietet, wie dessen beide GründerStefano ParisiundGiorgio Tacchiaim Rahmen einer Präsentation zu Mittag, des 22. Jänner 2015, in Wien präsentierten, eine Bibliothek an Filmen und TV-Serien in den Qualitätsstufen SD, HD und HD+, die nicht wie Mitbewerber-Angeboten im Abonnement und zu Flate-Rate-Konditionen vermarktet werden. Die Inhalte werden entweder gemietet oder gekauft. Und entweder als Stream oder Download zur Verfügung gestellt.Chili.tvsteigt in den Mietbezug der Inhalte mit 3,99 Euro und SD-Qualität ein. Der Film-Kauf kostet 9,99 Euro.

Parisi und Tacchia begründen den Einstieg in den österreichischen VOD-Markt mit dessen Potenzial. Der Markt würde gerade in Richtung Video-on-Demand aufbrechen und öffnet sich. Die technische Voraussetzungen also Bandbreiten, Endgeräte-Durchdringung, etc. sind gegeben und die Basis für die Potenzial-Einschätzung und den erfolgten Markteinstieg.

Chili.tv orientiert seine Strategie an der Verbreitung technischer Plattformen - SmartTV, PC, Smartphone, Tablet, Smartkey TV, Konsolen, etc. - aus. Das Unternehmen arbeitet an der nahtlosen technischen Auslieferbarkeit von Film- und TV-Inhalten. Damit sollen Konsumenten die von ihnen bevorzugten Inhalte auf allen in ihren Haushalten verfügbaren, miteinander kommunizierenden internetfähigen Endgeräten konsumieren können.

Als Türöffner zum österreichischen Markt dient, wie Parisi erklärt, Samsung und dessen SmartTV-Plattform. Darauf ist Chili.tv bereits installiert und beschert dem VOD-Angebot zu Beginn eine technische SmartTV-Reichweite von 60 Prozent in Österreich. Von Samsung ist der Weg wiederum kurz in Android-Welt und zur Chili-App für Smartphones und Tablets des Anbieters.

Der Content kommt, wie zu erwarten war, aus den hinlänglich bekannten Quellen in den USA und Europa und es jetzt zu vergleichbaren VOD-Angeboten nicht unbedingt Differenzierungsmerkmal. Die Chili.tv-Library dreht sich um Blockbuster und Filme. Sie werden dort parallel zur Blu-ray- und DVD-Veröffentlichung - um sie auf der Zeitachse der Film-Verwertung einzuordnen - veröffentlicht. Die TV-Inhalte gehen innerhalb der, beispielsweise von Sky bekannten Zeitfenstern online.

Tacchia und Parisi skizzieren die Content-Strategie, die sich jetzt primär um "beste Inhalte" und "Exklusivität" dreht und irgendwann auch unweigerlich in die Eigenproduktion von Inhalten führt. Zuvor wird Chili.tv in Europa auf Wachstum und Größe getrimmt. In der ersten Jahreshälfte 2015 wird das VOD-Angebot in Deutschland und Großbritannien, zwei klassische Schlüsselmärkte, eingeführt. Die beiden Gründer sind überzeugt, dass sie ihre Wachstumspläne umsetzen können und beispielsweise Netflix in Europa etwas entgegensetzen können. Die letzte Entscheidung fällt der Zuschauermarkt. Dabei spielt auch die Marke und die Bekanntheit eine Rolle. Chili.tv wird im Frühjahr mit Samsung und Media Markt in Ko-Branding-Aktionen in den österreichischen Markt transportiert werden.

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