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Urlaub
03/10/2017

Ansturm der Touristen: Kreta braucht einen größeren Flughafen

Griechenland profitiert von der Türkei-Krise. Das beliebte Kreta braucht einen größeren Flughafen.

Der Flughafen Heraklion auf Kreta platzt aus allen Nähten. Er kann den Ansturm der Touristen praktisch nicht mehr bewältigen. Im Vorjahr kamen dort nach offiziellen Angaben mehr als vier Millionen Besucher an. Das sei "das Vierfache der Kapazität des Flughafens", zitierte die Deutsche Presse-Agentur den kretischen Hotellerie-Experte Dimitris Sgouromallis. Kreta soll daher einen neuen Großflughafen bekommen.

Private Interessenten

Die öffentlichen Kassen in Griechenland sind allerdings leerer als leer. Daher sollen Privatunternehmen den Flughafen bauen und ihn für 37 Jahre pachten. Bisher habe ein griechisch-indisches Konsortium Interesse signalisiert. Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Großflughafen nahe Kastelli im Südosten der Hafenstadt Heraklion bereits 2018 fertig sein. In Kastelli gibt es einen kleinen Flughafen, der aktuell nicht für kommerzielle Zwecke, sondern nur von der griechischen Luftwaffe genutzt wird. Die Entscheidung, ob der Großflughafen gebaut wird, soll in den kommenden Monaten fallen.

Aufschwung

Erste Buchungsdaten deuten darauf hin, dass es heuer breite Touristenströme nach Griechenland ziehen wird. Das Land ist einer der Profiteure der Tourismus-Krise in der Türkei. Dort brechen die Gästezahlen nach Terrorismus, Putschversuch und unsicherer Polit-Zukunft weg. Anders als die Türkei oder etwa Ägypten gilt Griechenland als sicheres Reiseziel. Laut Prognosen wird die Zahl der Urlauber in Griechenlahnd heuer um zwei Millionen auf 27 Millionen steigen. Diese Prognose ist allerdings mit etlichen Unsicherheiten verbunden, unter anderem mit der Entwicklung des Schuldenstreits mit den Euro-Partnern über die Auszahlung weiterer Finanzhilfen.

Im Vorjahr schwächelte die griechische Tourismuswirtschaft. Der Umsatz der Branche ging um 6,4 Prozent zurück - und das trotz wachsender Gästezahlen. Andreas Andreadis, der Chef des Branchenverbandes Sete, machte dafür Probleme beim Umgang mit dem Zustrom an Flüchtlingen über die Ägäis verantwortlich. Dies habe viele Unternehmen zu Preissenkungen gezwungen.

Heuer sollen die Umsätze um bis zu neun Prozent auf 14,5 Milliarden Euro zulegen. Der Tourismus macht rund 18 Prozent der griechischen Wirtschaftsleistung aus.

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